mini|Dorfkirche Zaasch Die evangelische Dorfkirche Zaasch (auch: St. Ursula) ist eine romanische Saalkirche im Ortsteil Zaasch von Wiedemar im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zum Pfarrbereich Schenkenberg im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und kann in der Regel nicht besichtigt werden.Information auf der Website Architektur-Blicklicht

Geschichte und Architektur Die romanische Chorturmkirche hat ein kurzes Schiff und einen um 1500 verlängerten Chor. Im 16. und 17. Jahrhundert erfolgten Umbauten, wobei besonders der Saal und die Portalvorhalle zu nennen sind. Um 1989 war die Kirche baulich stark gefährdet und sollte sogar abgerissen werden. Restaurierungen am Außenbau wurden im Jahr 1996 vorgenommen.Informationen auf der Website der Gemeinde

Das Bauwerk ist ein Bruchsteinbau, der leicht eingezogene Chorturm (ursprünglich mit halbrunder Apsis) endet heute in einem Fünfachtelschluss. An der Südseite des Turms befindet sich ein heute vermauertes spätgotisches Portal. Im südlichen Portalvorbau ist eine Tür aus der Zeit um das Jahr 1600 mit feingestaltetem, schlangenartigem Beschlagwerk eingebaut.

Im Inneren zeigt das Bauwerk eine Kassettendecke mit dekorativer floraler Malerei aus der Zeit um 1700. Der Chor ist vom Saal durch Bögen geschieden. An drei Seiten sind dreigeschossige Emporen auf quadratischen Kandelabersäulen des 17. Jahrhunderts eingebaut. Eine spitzgiebelige, krabbenbesetzte Sakramentsnische aus Sandstein mit Kreuzblume und rosettengeschmückter Eisengittertür stammt aus der Zeit um 1500.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Portikus-Kanzelaltar aus der Zeit um 1800 mit seitlichen Abendmahlsdurchgängen. Auf den Säulen stehen die Schnitzfiguren des Evangelisten Johannes und Marias. Auf dem Schalldeckel ist ein farbig gefasstes Kruzifix einer spätgotischen Kreuzigungsgruppe angebracht. Ein barocker Taufengel stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die klassizistische, kombinierte Taufe mit Lesepult wurde um das Jahr 1800 geschaffen.

Die Orgel ist ein Werk der Firma Geißler aus dem Jahr 1858 mit zwölf Registern auf zwei Manualen und Pedal.Informationen auf der Website des Pfarrbereichs Sie wurde 2014 mit Unterstützung der Stiftung Orgelklang restauriert.Website der Stiftung Orgelklang

In der Portalvorhalle befinden sich das Fragment einer romanischen Sandsteintaufe und ein Kopf mit Büstenansatz einer Madonnenfigur aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts sowie ein Grabstein für Gottlieb Adolph Wilke aus Sandstein mit gefasstem Relief einer von kleinen Engeln gehaltenen Draperie, bezeichnet mit der Jahreszahl 1676. Der spätgotische Altar befindet sich seit 1979 in der Stiftskirche von Kloster Wechselburg.

Literatur

Weblinks

Website des Pfarrbereichs Schenkenberg

Einzelnachweise

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