Dicrurus striatus ist ein Singvogel aus der Familie der Drongos (Dicruridae).

Dicrurus striatus ist endemisch auf den östlichen und südlichen Philippinen von Samar bis Mindanao.

Die Art wurde früher als konspezifisch mit dem Haarbuschdrongo (Dicrurus hottentottus) angesehen und als Dicrurus hottentottus striatus bezeichnet, dann auch dem Philippinendrongo (Dicrurus balicassius) als Dicrurus balicassius striatus zugeordnet, später aufgrund von Unterschieden in den Lautäußerungen, dem Erscheinungsbild und molekularbiologischer Phylogenetik als eigenständig abgegrenzt.S. B. Shakya, M. Irham, M. L. Brady, T. Haryoko, Y. S. Fitriana, O. Johnson, M. A. Rahman, N. J. Robi, R. G. Moyle, D. M. Prawiradilaga und F. H. Sheldon: Observations on the relationships of some Sundaic passerine taxa (Aves: Passeriformes) previously unavailable for molecular phylogenetic study. In: Journal of Ornithology, Band 161, S. 651–664, 2020, PDFD. Allen: Birds of the Philippines., 2020, ISBN 978-84-16728-32-9World Bird List 15.2 Orioles, drongos, fantails

Der Lebensraum umfasst immergrüne und feuchte Laubwälder, Sekundärwald und dichtes Buschwerk in Höhenlagen unterhalb von 1500 m. ü. M.

Der Artzusatz kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Dicrurus striatus ist etwa 24–25 cm groß. Das Männchen hat einen sehr kurzen, geraden und nur leicht gekerbten Schwanz, das Gefieder ist grünlich blauschwarz mit leuchtendem Glanz auf den Flügeln und auf dem Schwanz, der Mantel ist samtig, die Nackenfedern sehr kurz, an der Kehle und der oberen Brust finden sich zahlreiche scharf abgegrenzte Flecken, an der Stirn sind keine auffälligen Federn zu erkennen, jedoch verdickte Federn an der Schnabelbasis. Die Iris ist dunkelbraun, der dunkelgraue bis schwarze Schnabel ist gebogen und spitz ohne Haken, die Beine sind schwarz. Das Weibchen ist etwas matter und weniger samtartig gefiedert. Jungvögel sind brauner, weniger glänzend und haben weiße Federspitzen an den Unterflügeldecken.

Dicrurus striatus unterscheidet sich vom Haarbuschdrongo durch deutlich geringere Größe, wesentlich kürzeren, fast rechteckigen Schwanz, die kurzen Nackenfedern, die wesentlich engeren, strichartigen Brustflecken, auch reichen die schwarzen Stirnfedern weiter nach hinten. Ähnlich ist auch der Philippinendrongo (Dicrurus balicassius), der aber wesentlich stärker glänzend ist.G. Rocamora, J. del Hoyo, N. Collar, D. Yeatman-Berthelot, D. A. Christie und G. M. Kirwan: Short-tailed Drongo (Dicrurus striatus), version 1.0. In: N. D. Sly (Herausgeber): Birds of the World. 2023, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicrurus striatus

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026 D.s. striatus , 1877, Nominatform – auf Basilan und Mindanao D. s. samarensis , 1947C. Vaurie: Dicrurus hottentottus samarensis. In: Two new drongos from the Philippines. In: American Museum Novitates , Nummer 1335, S. 1, 1947, Digitallibrary – Philippinen (Bohol, Leyte, Panaon, Samar und Calicoan-Insel), kürzerer Schwanz, weniger deutlich abgegrenzte Pailletten.

Stimme Der Gesang umfasst ein breites Bündel von Pfeiflauten, Trillern, kratzenden, nasalen Lauten und komplexen Strophen. Gegenüber dem Haarbuschdrongo (Dicrurus hottentottus) ist der Gesang melodiöser, flötender und rhythmischer.

Lebensweise Die Art ist ein Standvogel.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und in etwas geringerem Umfange Nektar. Gejagt wird von einem Ansitz aus, Insekten werden im Fluge gefangen, auch werden Blätter, Baumstämme und blühende sowie fruchttragende Bäume abgesucht, einzeln und in kleinen Gruppen. Die Brutzeit liegt wohl zwischen Februar und Mai. Das Nest wird aus Pflanzenfasern hergestellt, hängt an einer horizontalen Astgabel. Das Gelege besteht aus drei weißlichen Eiern mit blass lilafarbenen und rötlich-braunen Flecken.

Gefährdungssituation Der Vogel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur A.Tweeddale: Dicrurus striatus. In: Reports on the collections of birds made during the voyage of HMS Challenger. Part 2. On the birds of the Philippine islands. In: Proceedings of the Zoological Society of London, 1877, Heft 3, S. 545, 1877, Biodiversity Library

Weblinks

Macaulay Library

Einzelnachweise

Kategorie:Drongos Kategorie:Endemisches Tier der Philippinen striatus