László Bíró (* 9. Juli 1960 in Túrkeve) ist ein ehemaliger ungarischer Ringer. Er gewann bei Weltmeisterschaften eine Silbermedaille sowie bei Europameisterschaften eine Goldmedaille und zwei Silbermedaillen im Freistilringen.
Sportliche Karriere Der 1,60 Meter große Bíró startete für Ferencvárosi TC. Er war über viele Jahre der beste ungarische Ringer im Papiergewicht bis 48 Kilogramm. Ab 1988 startete er im Fliegengewicht bis 52 Kilogramm.
1980 bei den Europameisterschaften in Prievidza belegte Bíró den fünften Platz.EM 1980 bei whatsmat.uww.org Bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau gelang ihm in der ersten Runde ein Schultersieg, in der zweiten Runde wurde er vom Rumänen Gheorghe Rașovan geschultert. Nach einem knappen Punktsieg gegen den Mexikaner Jorge Frías in der dritten Runde und einer Schulterniederlage gegen Sergei Kornilajew aus der Sowjetunion belegte der Ungar den sechsten Platz.
Zwei Jahre später bei den Europameisterschaften 1982 in Warna gewann Bíró den Titel vor Wassili Gogolew aus der Sowjetunion und Šaban Trstena aus Jugoslawien.EM 1982 bei whatsmat.uww.org 1983 bei den Europameisterschaften in Budapest erkämpfte Bíró die Silbermedaille hinter dem Bulgaren Ali Mechmedow und vor dem Polen Jan Falandys.EM 1983 bei whatsmat.uww.org Im September 1983 bei den Weltmeisterschaften in Kiew siegte der Nordkoreaner Kim Chol-hwan vor Alexander Dorschu aus der Sowjetunion. Bíró wurde Vierter hinter Jan Falandys.WM 1983 bei whatsmat.uww.org Im April 1984 bei den Europameisterschaften in Jönköping gewann Sergei Kornilajew vor László Bíró und dem Bulgaren Adem Chassnow.EM 1984 bei whatsmat.uww.org An den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles nahmen alle drei Medaillengewinner wegen des Olympiaboykotts nicht teil.
Im Oktober 1985 war Budapest Austragungsort der Weltmeisterschaften im Freistil. Kim Chol-hwan gewann vor dem Iraner Majid Torkan und Wassili Gogolew, Bíró verpasste als Vierter die Medaillenränge.WM 1985 bei whatsmat.uww.org Ein Jahr später bei den Weltmeisterschaften 1986 in Budapest wurden beide Stilarten ausgetragen. Im Freistil des Papiergewichts siegte mit Li Jae-sik erneut ein Nordkoreaner. Bíró erkämpfte die Silbermedaille vor Michail Kuschnir aus der Sowjetunion.WM 1986 bei whatsmat.uww.org 1987 bei den Weltmeisterschaften in Clermont-Ferrand verteidigte Li Jae-sik seinen Titel erfolgreich. László Bíró erreichte den sechsten Platz.WM 1987 bei whatsmat.uww.org
Nach dem Aufstieg ins Fliegengewicht belegte Bíró bei den Europameisterschaften 1988 in Manchester nur den zehnten Platz.EM 1988 bei whatsmat.uww.org Bei den Olympischen Spielen in Seoul bezwang Bíró in seinem Auftaktkampf Florentino Tirante aus den Philippinen in nur 16 Sekunden. In der zweiten Runde folgte ein Punktsieg über den Inder Kuldeep Singh und in der dritten Runde ein Disqualifikationssieg über den Vietnamesen Nguyễn Kim Hương. In der vierten Runde schulterte Bíró den Deutschen Herbert Tutsch nach 74 Sekunden. Einem Punktsieg über den Südkoreaner Kim Jong-oh folgte im letzten Vorrundenkampf eine Niederlage gegen den Japaner Mitsuru Satō. Im Kampf um Bronze traf der Ungar nun auf Wolodymyr Tohusow aus der Sowjetunion und verlor deutlich nach Punkten.
Nach einem siebten Platz bei den Europameisterschaften 1989 in Ankara folgten ein fünfter Platz bei den Europameisterschaften 1990 in Posen und ein sechster Platz bei den Europameisterschaften 1991 in Stuttgart. Bei Weltmeisterschaften erreichte Bíró nach seinem Wechsel der Gewichtsklasse 1988 keine einstellige Platzierung mehr.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ringer (Ungarn) Kategorie:Europameister (Ringen) Kategorie:Ungarischer Meister (Ringen) Kategorie:Olympiateilnehmer (Ungarn) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1980 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1988 Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann