Rudolf Schlichtinger (* 16. Oktober 1864 in Nürnberg; † 11. März 1937 in Regensburg) war ein deutscher Pädagoge und Mitglied des Bayerischen Landtags.
Leben Rudolf Schlichtinger wurde als Sohn des Instrumentenmachers Johann Georg Schlichtinger geboren und absolvierte nach dem Realschulabschluss in Regensburg das Lehrerseminar Altdorf bei Nürnberg. Von 1882 bis 1929 war er als Volksschullehrer im bayerischen Schuldienst an verschiedenen Schulen eingesetzt, wurde 1910 zum Hauptlehrer ernannt und stieg 1924 zum Oberlehrer auf.
Er engagierte sich in der Politik und wurde Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Von 1919 bis 1928 war er Mitglied des Stadtrats in Regensburg und hatte vom 6. Juni 1920 bis zum 6. April 1924 (Stimmkreis Regensburg-Stadt, Regensburg-Land-Nittenau, Stadtamhof, Cham-Neunburg und Roding) und vom 20. Mai 1928 bis zum 24. April 1932 (Stimmkreis Burglengenfeld-Parsberg, Regensburg-Land, Regensburg-Stadtamhof) ein Mandat (Vereinigte Sozialdemokratische Partei) für den Bayerischen Landtag.
Familie Mit seiner Ehefrau Margarethe hatte er die Tochter Friedl (1911–1965, erste Sozialdemokratin im bayerischen Landtag)Bayerischer Landtag; Landtag 1945–1950: fünf Frauen mit großem politischen Einfluss (Digitalisat) und den Sohn Rudolf (1915–1994, Oberbürgermeister der Stadt Regensburg).
Öffentliche Ämter Stellvertretender Vorsitzender des Kreislehrerrats Vorsitzender des Kreisverbands Oberpfalz des Verbands sozialistischer Lehrer
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtags (Weimarer Republik, 4. Wahlperiode)
Weblinks
Einzelnachweise
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