Leonie Herwartz-Emden (* 1949) ist eine deutsche Pädagogin und ehemalige Hochschullehrerin.

Leben und Wirken Herwartz-Emden studierte Germanistik, Philosophie, Pädagogik und Sozialwissenschaften an der RWTH Aachen und an der Universität Trier. Nach Abschluss ihres Studiums 1975 mit dem Erwerbs des Diploms in Erziehungswissenschaften hatte sie ab dem Wintersemester 1976/77 einen Lehrauftrag an der Freien Universität Berlin inne. Daneben unterrichtete sie an der TU Berlin. An der Freien Universität Berlin wurde sie 1985 mit der Schrift Türkische Familien und Berliner Schule: Die deutsche Schule im Spiegel von Einstellungen, Erwartungen und Erfahrungen türkischer Eltern zur Dr. phil. promoviert.

Ab dem Wintersemester 1988/89 unterrichtete Herwartz-Emden an der Universität Osnabrück. Dort habilitierte sie sich 1994 und erhielt die Venia legendi für Allgemeine Pädagogik. Im folgenden Jahr wurde sie in Osnabrück zur außerplanmäßigen Professorin ernannt.

Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Universität Konstanz im Wintersemester 1998/99 und Sommersemester 1999 übernahm Herwartz-Emden zum Wintersemester 1999/2000 den ordentlichen Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft an der Universität Augsburg. Dort war sie Mitbegründerin des Fachgebiets „Kindheit und Jugend“ mit der Schwerpunktbildung „Interkulturelle Pädagogik“ als Zusatzfach. Zudem war sie seit 2006 geschäftsführende und wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Lehrer(innen)bildung und interdisziplinäre Bildungsforschung. 2016 wurde sie emeritiert und ist seitdem in fachbezogenen Fort-, Aus- und Weiterbildungsangeboten tätig.

Herwartz-Emden ist Mutter zweier Kinder.Betr.: LEONIE HERWARTZ-EMDEN, abgerufen am 22. Mai 2026.

Forschung Herwartz-Emdens Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der empirischen Migrations- und Genderforschung. Im Bereich der Genderforschung forscht sie insbesondere zu geschlechtsspezifischer Sozialisation und Frauen in Karriereberufen, hier vor allem zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Bereich der Migrationsforschung forscht sie vor allem zu Bildungsverläufen und Aufstiegschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund,Leonie Herwartz-Emden: "Sie sollen es besser haben", abgerufen am 22. Mai 2026. auch im Vergleich zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten. In diesen Bereichen leitete sie die drei von der DFG geförderten Projekte Familienorientierung, Frauenbild, Bildungs-und Berufsmotivation von eingewanderten und westdeutschen Frauen und Familien in interkulturell-vergleichender Perspektive, Sozialisation und Akkulturation von Grundschulkindern mit Migrationshintergrund und Schulkultur, Geschlechtersegregation und Mädchensozialisation.

Publikationen (Auswahl)

Weblinks

herwartz-emden.de, persönliche Website

Einzelnachweise

Kategorie:Erziehungswissenschaftler (20. Jahrhundert) Kategorie:Erziehungswissenschaftler (21. Jahrhundert) Kategorie:Schulpädagoge Kategorie:Migrationswissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Universität Osnabrück) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Augsburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Frau