miniatur|Sonniger Wintertag Johann Georg Schlech (* 2. September 1899 in München; † 14. Januar 1952 in Prien am Chiemsee) war ein deutscher Tier- und Landschaftsmaler.

Leben Johann Georg Schlech stammte aus einer Hoteliersfamilie. Er wurde in München am Bavariaring geboren und verbrachte seine Schulzeit im Knabeninternat Fürstenstein, ehe er auf die Handels- und dann auf die Kreisrealschule wechselte. Im Alter von 16 Jahren wurde er als Soldat eingezogen. Während des Ersten Weltkriegs erlitt er mehrere schwere Verletzungen. Zweimal wurden Flugzeuge, in denen er als Beiflieger saß, abgeschossen.

1919 legte er die Abiturprüfung ab. Schlech studierte von 1920 bis 1922 bei Heinrich von Zügel und dann bis 1927 bei Angelo Jank. Hatte er sich zunächst auf die Tiermalerei konzentriert, wandte er sich später eher der Landschaftsmalerei zu. Aus der Studienzeit stammte die Freundschaft mit Franz Xaver Stahl. Im Gegensatz zu Stahl trat Schlech, der auch „der König der Buntstifte“ genannt wurde, nie in die NSDAP ein.

Später arbeitete Schlech in seiner Atelierwohnung in der Münchner Goethestraße als Gebrauchsgrafiker und Reklamekünstler. Unter anderem erhielt er Aufträge von Fiat. Ferner arbeitete er als Illustrator für die Zeitschriften Der deutsche Jäger und Die Pirsch. 1936 heiratete er seine Assistentin, die Kunstgewerblerin Margarete Gruber. 1937 oder 1938 zog er nach Prien-Harras. Dort entwickelte er sich zu einem der gesuchtesten Chiemsee-Maler.

Schlech leistete, obwohl er sich in den 1930er-Jahren einer Augenoperation unterziehen musste, im Zweiten Weltkrieg Kriegsdienst und kehrte nach Kriegsende mit einem Herzleiden zurück.

Fritz Aigner bescheinigte ihm ein „valeurreiches Kolorit“ und bezeichnete ihn als „echten Malerpoeten und Naturbelauscher.“

Ausstellungen In Prien fand die erste Kunstausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland statt. Schlech beteiligte sich mit 13 Ölgemälden daran. Nachdem er im Alter von 52 Jahren verstorben war, wurde er in Prien beigesetzt. Seine Witwe heiratete später seinen Freund und Kollegen Stahl, in dessen einstigem Wohnhaus sein künstlerisches Erbe zu sehen ist. Vier Räume in diesem Museum sind den Kunstwerken Schlechs gewidmet; insgesamt hat er rund 3000 Werke hinterlassen.

Das Museum Franz Xaver Stahl besteht seit 2014; eine Sonderausstellung mit dem Titel Johann Georg Schlech: Ein Meister der Landschafts- und Tiermalerei fand 2019 statt. Eine erste Schlech-Ausstellung war 2004 im Frauenkircherl arrangiert worden.

Schlech beschickte in der Zeit des Dritten Reichs zahlreiche Ausstellungen. So beteiligte er sich z. B. 1938 an der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst. Ebenso reichte er 1940, 1943 und 1944 Gemälde ein.

In den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen befindet sich eine Oberbayrische Landschaft, die 1933 angekauft wurde, nachdem sie auf der Staatlichen Kunstausstellung gezeigt worden war. Ein weiteres Werk, ein Tempera-Gemälde mit der Heiligen Familie, wurde 1935 von Ministerpräsident Ludwig Siebert angeschafft. Dieses Bild war zuvor in der Ausstellung Kunst für alle präsentiert worden.

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