Die materiell-technische Basis des Kommunismus ist ein marxistisch-leninistischer Begriff, der den Entwicklungsstand der Produktivkräfte beschreibt, die den Übergang zum Kommunismus erlauben.

Definition Die materiell-technische Basis des Kommunismus ist die planmäßig organisierte und komplex automatisierte Großproduktion, die einen Überfluss an materiellen Gütern ermöglicht.

Der Übergang zum Kommunismus ist ohne einen Überfluss an materiellen und geistigen Gütern undenkbar, er setzt ein gigantisches Wachstum der Produktion in allen Zweigen voraus.

Nur die automatisierte Produktion kann die Produktionstechnik des Kommunismus sein. Durch die Automatisierung und durch automatisierte Leitungssysteme entsteht ein einheitlicher, sich selbst steuernder Komplex, der das Heraustreten des Menschen aus dem unmittelbaren Fertigungsprozess ermöglicht. Dies ist die Voraussetzung für volle Ausprägung des schöpferischen Charakters der Arbeit und dafür, dass sich die Arbeit in das erste Lebensbedürfnis des Menschen verwandelt. Es bildet sich der Arbeiter neuen Typs als Hauptproduktivkraft des Kommunismus, ohne den alle Automaten und automatischen Maschinensysteme nur tote Gegenstände sind.

Literatur Kurt Marko: Sic et non. Kritisches Wörterbuch des sowjetrussischen Marxismus-Leninismus der Gegenwart. Wiesbaden 1962, S. 56 f. Politische Ökonomie des Kapitalismus und Sozialismus. Lehrbuch für das marxistisch-leninistische Grundlagenstudium. Berlin 1975, S. 831 ff.

Kategorie:Marxistischer Begriff Kategorie:Marxismus-Leninismus Kategorie:Historischer Materialismus Kategorie:Marxistische Wirtschaftstheorie