Georg Hermann Schlingensiepen (* 8. Februar 1928 in Bonn; † 31. Dezember 1996) war ein deutscher Diplomat.
Leben mini|Ruhestätte von Georg Hermann Schlingensiepen auf dem Parkfriedhof Junkerberg in Göttingen Georg Hermann Schlingensiepen stammte aus einer Theologenfamilie. Er war das erste von sechs Kindern des Pfarrers Hermann Schlingensiepen (1896–1980) und dessen Frau Eva, geb. Michaelis (1904–1994), einer Tochter des kurzzeitigen Reichskanzlers Georg Michaelis (1857–1936). Der Theologe Ferdinand Schlingensiepen (1929–2025) war sein jüngerer Bruder. Johannes Schlingensiepen (1898–1980), ebenfalls Theologe, war sein Onkel.
Schlingensiepen wurde mit der Dissertation Der Strukturwandel des baltischen Adels in der Zeit vom Ausgang des 19. Jahrhunderts bis zum Jahre 1914 in soziologischer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht an der Georg-August-Universität Göttingen zum Dr. phil. promoviert. 1957 trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Er wurde unter anderem an der Botschaft in Lima verwendet. Bis 1987 war er Leiter des Referats „Gesellschaftliche Gruppen, internationale gesellschaftspolitische Zusammenarbeit, Maßnahmen und Fragen der politischen, beruflichen und allgemeinen Weiterbildung“ in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Bonn. Von 1987 bis zu seiner Pensionierung 1993 war er Botschafter in Syrien und Leiter der Botschaft in Damaskus.
Schlingensiepen war verheiratet mit Alexandra Schlingensiepen, geborene Pogge (1926–2008), und Vater von vier Kindern. Er starb am Silvestertag 1996 im Alter von 68 Jahren. Er wurde auf dem Parkfriedhof Junkerberg beigesetzt; das Grab wurde von der Stadt Göttingen als Ehrengrab gewidmet.
Weblinks Georg Hermann Schlingensiepen im Kieler Gelehrtenverzeichnis
Einzelnachweise
Kategorie:Deutscher Botschafter in Syrien Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 1996 Kategorie:Mann