Wopity () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.
Geographische Lage Wopity liegt am Flüsschen Brzeźnica () im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 16 Kilometer südwestlich der Stdat Pasłęk bzw. 22 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.
Geschichte Das kleine Dorf Wopitigen, später Oppitten – Schreibweise nach 1785 Opitten – bestand aus ein paar kleinen Höfen.Dietrich Lange. Opitten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Am 20. Dezember 1350 verlieh der Komtur von Christburg, Konrad von Brunyngiskeym, Land auf dem Felde von Wopitigen.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Opitten Im Jahre 1437 fand das Dorf einen Eintrag im Zinsregisteer des Deutschen Ordens.
Im Jahre 1785 war Opitten ein „cöllmisch Dorf Adlig Rossitten gehörend“ mit 13 Feuerstellen, im Jahre 1820 ein ebensolches mit 15 Feuerstellen bei 82 Einwohnern.
Als 1874 der Amtsbezirk Rossitten im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland errichtet wurde, gehörte die Landgemeinde Opitten von Anfang an dazu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Rossitten
Die Zahl der Einwohner Opittens belief sich im Jahre 1885 auf 139 und im Jahre 1910 auf 96.
Am 30. September 1928 verlor die Landgemeinde Opitten ihre Eigenständigkeit, als sie sich mit dem Gutsbezirk Rossitten zur neuen Landgemeinde Rossitten zusammenschloss.
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen durch Abtretung zu Polen. Opitten erhielt die polnische Namensform „Wopity“ und ist heute ein Dorf innerhalb der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Wopity zehn Einwohner.
Religion Bis 1945 war Opitten evangelischerseits in den Sprengel Blumenau, 1937 bis 1945 Königsblumenau der vereinigten Kirchengemeinden Blumenau-Heiligenwalde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3, Göttingen 1968, S. 4570 außerdem römisch-katholischerseits in die Pfarrei in Christburg im Dekanat Stuhm im damaligen Bistum Ermland eingegliedert.
Heute gehören die evangelischen Einwohner Wopity zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie zur katholischen Pfarrei in Kwietniewo im Dekanat Dzierzgoń im jetzigen Bistum Elbląg.
Verkehr Wopity liegt an einer Nebenstraße, die bei Krupin von der Woiwodschaftsstraße 527 abzweigt und über Kiersity in den Ort führt. Eine Landwegverbindung besteht außerdem von Rejsyty aus.
Ein Bahnanschluss besteht nicht. Zwischen 1893 und 1945 war Blumenau/Königsblumenau die nächste Bahnstation. Sie lag am Abschnitt Elbing–Miswalde der Bahnstrecke von Elbing nach Hohenstein. Die Streckenanlage ist größtenteils demontiert.
Persönlichkeit Horst Zlomke (1923–2021Horst Zlomke: Gedenken, in: Nordsee-Zeitung (Bremerhaven) am 5. Juni 2021, abgerufen am 19. Mai 2026), deutscher ostpreußischer Heimatforscher und Autor, in Opitten geboren und aufgewachsen
Literatur Horst Zlomke: Opitten. Auszug aus „Das Kirchspiel Königsblumenau“. Chronik, Geschichte und Berichte
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Rychliki