mini|Innenansicht Anse-à-l’Orme () ist eine oberirdische U-Bahn-Station in Sainte-Anne-de-Bellevue, westlich von Montreal in der kanadischen Provinz Québec. Der intermodale Verkehrsknoten liegt an der Autoroute 40 und ist die Endstation der West-Island-Zweigstrecke des Réseau express métropolitain (REM).
Bauwerk mini|Depot am Streckenende Die ebenerdige Station befindet sich nördlich der Autoroute 40 am Chemin Sainte-Marie, in der Nähe des Naturparks Anse-à-l’Orme. Der Seitenbahnsteig für ankommende Züge ist direkt mit dem Ausgang am Chemin Sainte-Marie verbunden, während der Seitenbahnsteig für in Richtung Innenstadt abfahrende Züge über eine barrierefreie Überführung erreichbar ist. Beide Bahnsteige sind vollständig umschlossen und mit Bahnsteigtüren ausgestattet. Westlich der Station führt die Strecke noch rund 200 Meter weiter und endet in einer Depothalle mit vier Abstellgleisen. An die Station angebaut ist ein Busbahnhof mit elf Haltestellen, der von zahlreichen Buslinien der Société de transport de Montréal bedient wird Jenseits des Busbahnhofs befindet sich eine Park-and-ride-Anlage mit 200 Parkplätzen.
Kunst In der Überführung befindet sich das Kunstwerk Faire chanter les points d’appui („Die Drehpunkte zum Klingen bringen“) der Bildhauerin Valérie Blass. Die Skulptur hat die Form einer Kette, die von der Decke hängt und sowohl Knechtschaft als auch Verbundenheit symbolisieren kann. Weitere Assoziationen sind das Ineinanderverschlingen zweier Körper, eine Wirbelsäule, die Wagen eines Zuges oder eine mechanische Kette. Das Werk ist eine geschnitzte Nachbildung eines Baums, der nach den Waldbränden in Kanada 2023 neben der Station gefunden wurde. Der schwarze Lack, der jedes zweite Kettenglied bedeckt, erinnert an verkohltes Holz, während die anderen Glieder aus weißem Harz milchig und durchscheinend sind.
Geschichte Der Name Anse-à-l'Orme stammt von der gleichnamigen Bucht am Lac des Deux Montagnes, die etwa zweieinhalb Kilometer nordwestlich liegt. Lange Zeit nahm man an, der Name bedeute wörtlich „Ulmenbucht“ (nach den am Ufer wachsenden Ulmen), doch er erinnert an Julien Hubert dit de Lorme, dem 1668 das an diese Bucht angrenzende Land am westlichen Ende der Île de Montréal als Lehen zugeteilt worden war.
Ab Juni 2019 erfolgte der Bau der REM-Hochbahnstrecke unter Verwendung von Vorbaugerüsten. Im September 2024 wurden die ersten Testfahrten auf der West-Island-Zweigstrecke durchgeführt. Anfang Januar 2026 verkündeten die Bürgermeister der West-Island-Gemeinden sowie Vertreter von CDPQ Infra, STM und ARTM an einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass die Arbeiten an der Zweigstrecke zu 97 Prozent abgeschlossen seien und man nun in die abschließenden Inbetriebnahme- und Testphasen übergehe. Nach dem Eröffnungswochenende mit kostenlosen Fahrten wurde am 18. Mai 2026 der fahrplanmäßige Betrieb auf dem Streckenabschnitt zwischen Bois-Franc und Anse-à-l’Orme aufgenommen.
Weblinks
Informationen zur Station Anse-à-l’Orme (englisch, französisch)
Einzelnachweise
Linie Verlauf
Kategorie:Station des Réseau express métropolitain (Montreal) Kategorie:Bahnhof in Québec Kategorie:Bahnhof in Nordamerika Kategorie:Sainte-Anne-de-Bellevue Kategorie:Erbaut 2026