Oberbrunnwald ist eine Ortschaft in den Gemeinden Vorderweißenbach und Oberneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung sowie in der Gemeinde Helfenberg im Bezirk Rohrbach in Oberösterreich und hat  Einwohner (Stand ).

Geographie Oberbrunnwald gehört zu den Orten in Österreich, die in mehreren Gemeinden liegen. Der größte Teil der Ortschaft Oberbrunnwald liegt in der Gemeinde Vorderweißenbach und ist dort Teil der Katastralgemeinde Bernhardschlag sowie des Zählsprengels Bernhardschlag und umfasst  Adressen (Stand ).

Die Ortschaft liegt am westlichen Rand des Forstgebietes Brunnwald, einem südlichen Böhmerwaldausläufer.

Geschichte Die Ortschaft wurde als „Obern Brun Wald Häuser“ erstmals in der Josephinischen Landesaufnahme um 1775 beschrieben. Der Name bezieht sich auf den bereits 1435 erstmals erwähnten Brunnwald und wird mit der näheren Bestimmung „Ober-“ gegenüber den Nachbarsiedlungen Mitterbrunnwald und Unterbrunnwald abgegrenzt.

Im Jahr 1786 wurden die Ortschaften Oberbrunnwald, Mitterbrunnwald und Unterbrunnwald im Zuge der Pfarrregulierung durch Kaiser Joseph II. in das Pfarrgebiet Traberg eingegliedert.Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. 2025, S. 204 (Die Ortschaften Brunnwald, Amesberg, Amesschlag und Ortschlag gehören ebenfalls nicht zur Pfarre Vorderweißenbach, sondern seit jeher zur Pfarre Leonfelden).

1938 waren in der Ortschaft Oberbrunnwald ein Flachshändler, ein Frächter, ein Marktfahrer, eine Schneiderin und zwei Weber ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 696 (findbuch.at [PDF]).

Im Jahr 1972 wurde die Telefongemeinschaft Traberg/Oberbrunnwald gegründet, damit deren Mitglieder rascher zu einem privaten Telefonanschluss kommen könnten. Der endgültige Ausbau war bis 1981 geplant gewesen, es dauerte allerdings bis 1985, bis alle Telefonanschlüsse hergestellt waren.Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. 2025, S. 177.

Freizeit Der Radrundweg S2 Brunnwald-Runde führt unter anderem durch alle vier Ortschaften, die nach dem Forstgebiet Brunnwald benannt sind. Seit dem Jahr 2026 führt der Wilheringer Pilgerweg vom Sternstein kommend durch Oberbrunnwald zurück zum Stift Wilhering.

Literatur Marktgemeinde Vorderweißenbach (Hrsg.): Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. Der Stern im Böhmerwald. Sternstein Verlag, Bad Leonfelden 2025, ISBN 978-3-902865-25-0. Darin mit Bezug zur Ortschaft Oberbrunnwald: Kapitel 7. Ende der Monarchie, Weltkriege, Wiederaufbau und Eiserner Vorhang. S. 105–146, Abschnitt Gefallene der beiden Weltkriege aus der Gemeinde Vorderweißenbach. S. 126–127. Kapitel 8. Gemeinde sind wir alle. S. 149–190. Kapitel 9. Religiöse Spuren – Pfarre – Pfarrkirche. S. 191–246. Kapitel 15. Verkehrserschließung in unserer Gemeinde. S. 367–374 (Autor: Otto Kastner). Kapitel 20. Hausbesitzer von 1750–1940. S. 467–507 (Autoren: Sonja und Johann Pammer), Abschnitt „Brunnwald“ S. 484–485, „Unterbrunnwald“ S. 486, „Mitterbrunnwald“ S. 487–488, „Oberbrunnwald“ S. 489–490. Edmund Grabner (Hrsg.), Stefan Grasböck, Reinhard Hauer: Zeichen am Weg. Kleindenkmäler in der Marktgemeinde und Pfarre Vorderweißenbach. Arbeitskreis Kultur und Bildung des Vereins „Dorferneuerung Vorderweißenbach“, 2008, S. 162–181 (Inhaltsverzeichnis auf obvsg.at).

Einzelnachweise

Kategorie:Vorderweißenbach Kategorie:Ort im Bezirk Urfahr-Umgebung Kategorie:Geographie (Vorderweißenbach) Kategorie:Ersterwähnung 1775