Ernst Hillebrand (* 20. Oktober 1959 in München) ist ein deutscher Politikwissenschaftler. Er war langjähriger Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung und leitete deren Auslandsbüros in mehreren Ländern. Schwerpunkte seiner publizistischen Arbeit sind die europäische Sozialdemokratie, Rechtspopulismus und die politische Entwicklung in Mittel- und Osteuropa.
Werdegang Ernst Hillebrand wurde als zweiter Sohn von Ernst Schumacher und Rosa Hillebrand in München geboren. Er studierte Politikwissenschaft am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwigs-Maximilians-Universität. Er schloss das Studium mit einer Magisterarbeit zur Afrikapolitik der DDR ab. 1990 wurde er mit einer Arbeit zu Sowjetischen Konzepten einer sozialistischen Landwirtschaft in Afrika promoviert. Ernst Hillebrand hatte Lehraufträge an der LMU München und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Von 1990 bis 2026 arbeitete er für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Laufe seiner Tätigkeit leitete er die Auslandsbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Yaoundé/Kamerun, Abidjan/Elfenbeinküste, Santiago de Chile/Chile, London/Großbritannien, Paris/Frankreich, Rom/Italien, Warschau/Polen und Budapest/Ungarn sowie Referate in Berlin.
Von 1998 bis zur Einstellung der Zeitschrift 2011 war Hillebrand Mitglied der Redaktion der politikwissenschaftlichen Vierteljahreszeitschrift IPG – Internationale Politik und Gesellschaft. 2013 wurde er Gründungsherausgeber des Online-Journals ipg-journal.de. Publizistisch beschäftigt sich Hillebrand in einem besonderen Maße mit der europäischen Sozialdemokratie, dem Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa und mit politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Mittelosteuropa. Seit Juni 2026 ist Hillebrand freiberuflich publizistisch tätig. Er lebt in Berlin.
Schriften (Auswahl) Right-Wing Populism in Europe (Ed.), Dietz-Verlag, 228 Seiten, Bonn 2026, ISBN 978-3-8012-0724-3. Rechtspopulismus in Europa: Der Einfluss rechter Parteien von Lissabon bis Bukarest. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Bonn: Dietz 2025. 260 Seiten. ISBN 978-3-8012-0703-8. Make Europe great again?: Wie Viktor Orbán und andere Rechtspopulisten Europa, den Westen und sich selbst sehen. Budapest: Friedrich-Ebert-Stiftung (2024)- ISBN 978-615-6289-79-7. Die zweite Transition: warum Mittelosteuropa jetzt eine aktive Industrie- und Innovationspolitik braucht. Budapest: Friedrich-Ebert-Stiftung (2022). ISBN 978-615-6289-18-6. Hillebrand, E. / Machnig, M. / Heisterhagen, N. (Hrsg.), Cleaner, better, more resilient: A debate on the necessary economic transformations in Germany and Europe. Bonn: Dietz (2022). ISBN 978-3-8012-0654-3. Ernst Hillebrand/Justyna Schulz (Hrsg.), Między przyjaźnią a frustracją: Polska i Niemcy 30 lat po podpisaniu traktatu o sąsiedztwie. Warschau: Friedrich-Ebert-Stiftung (2021) / (Instytut Zachodni: Studium niemcoznawcze Instytutu Zachodniego ; nr 98). ISBN 978-83-66412-29-3. Rechtspopulismus in Europa: Gefahr für die Demokratie? 2., überarbeitete und ergänzte Auflage. Bonn: Dietz 2017. 191 Seiten, ISBN 978-3-8012-0517-1. Michael Bröning/Ernst Hillebrand (Hrsg.), Samuel Huntington Revisited: eine Debatte. Berlin, 2015, Friedrich-Ebert-Stiftung, ISBN 978-3-95861-104-7. Rechtspopulismus in Europa. Bonn: Dietz (2015). ISBN 978-3-8012-0467-9.
Weblinks
Ernst Hillebrand als Autor bei ipg-journal.de
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