Musonda Mumba ist eine sambische Umweltwissenschaftlerin und Naturschützerin. Seit 2022 ist sie Generalsekretärin der Konvention über Feuchtgebiete. Das Magazin New African nahm sie 2023 in die Liste der 100 einflussreichsten Menschen aus Afrika auf.
Leben Mumba wuchs im ländlichen Norden Sambias nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo in einer von Flüssen, Seen, Sümpfen und Marschen durchzogenen Umgebung auf. Ihre Kindheit in der Nähe der Seen Bangweulu und Mweru sowie des Flusses Luapula beeinflusste ihre spätere Spezialisierung auf Feuchtgebiete. Sie studierte an der Universität von Sambia und promovierte am University College London zu Hydrologie und Erhaltung von Feuchtgebieten. Sie forscht am University College London und war Gastwissenschaftlerin am Perry World House der University of Pennsylvania. Zu ihren Sprachen gehören Englisch, Französisch, Bemba und Kiswahili.
Wirken Mumba begann ihre Laufbahn beim Umweltrat von Sambia und arbeitete anschließend beim Sekretariat der Ramsar-Konvention, beim World Wide Fund for Nature sowie in verschiedenen Funktionen im internationalen Umweltbereich. Von 1998 bis 1999 war sie Junior Professional beim Sekretariat der Konvention über Feuchtgebiete, bevor sie später an die Institution zurückkehrte. Im Oktober 2008 wechselte sie zum Umweltprogramm der Vereinten Nationen nach Nairobi, wo sie zunächst in der Einheit zur Anpassung an den Klimawandel arbeitete und den Aufbau des Globalen Anpassungsnetzwerkes mitkoordinierte. Sie koordinierte danach das Ökosystembasierte Anpassungsprogramm für Bergregionen, eine Allianz von UNEP, IUCN und UNDP mit Projekten in Peru, Nepal und Uganda. Zum 1. Juni 2018 wurde sie Leiterin der Einheit für terrestrische Ökosysteme des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. 2019 wurde sie Vorsitzende der Globalen Partnerschaft zur Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften, für die sie eine stärker strategisch ausgerichtete und sozial verantwortliche Restaurationsagenda formulierte. 2021 übernahm sie beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen die Leitung des Zentrums für nachhaltige Entwicklung in Rom und wurde später leitende Beraterin der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen. Sie gründete das Netzwerk afrikanischer Umweltschützerinnen und wurde 2021 in die Liste der 100 einflussreichsten Frauen Afrikas aufgenommen. Der Ständige Ausschuss der Konvention über Feuchtgebiete ernannte sie 2022 zur siebten Generalsekretärin der Konvention; sie trat das Amt am 1. Oktober 2022 an und folgte Martha Rojas Urrego nach. In dieser Funktion vertritt sie Feuchtgebiete als Schlüsselökosysteme für Klimaschutz, Ernährung, Wasserverfügbarkeit und Lebensgrundlagen. In ihren öffentlichen Beiträgen betont sie, dass lokales und traditionelles Wissen für die Wiederherstellung und den Schutz von Feuchtgebieten zentral ist. 2023 wurde sie von New African unter den 100 einflussreichsten Menschen Afrikas geführt.
Einzelnachweise
Kategorie:Sambier Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau Kategorie:Umweltwissenschaftler Kategorie:Person (Umwelt- und Naturschutz)