alternativtext=Porträt Pius August Schubiger, Professor für Radiochemie und -pharmazie an der ETH Zürich (ETH-Bibliothek Zürich)|mini|Pius August Schubiger, Professor für Radiochemie und -pharmazie an der ETH Zürich (ETH-Bibliothek Zürich) Pius August Schubiger (* 19. Mai 1945; † 24. April 2024) war von 1997 bis 2010 ordentlicher Professor für Radiopharmazie am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der ETH Zürich.
Leben Pius August Schubiger studierte Chemie an der Universität Zürich und promovierte dort in Radiochemie. Anschliessend arbeitete er als Postdoktorand am damaligen Eidgenössischen Institut für Reaktorphysik EIR [ab 1988 Paul Scherrer Institut (PSI)]. Es folgte ein Jahr als IAEA-Experte am Institut für Atomenergie der Universität in Sao Paulo, Brasilien und zwei Jahre am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg unter Wolfgang Gentner.
Ab 1979 arbeitete Schubiger am PSI im Labor für Radiopharmazie, dessen Leitung er 1989 übernahm. 1992 habilitierte er sich in Nuklearmedizin, speziell Radiopharmazie, und 1993 folgte die Assoziierung an das damalige Departement für Angewandte Biowissenschaften der ETH Zürich. Per 1. Oktober 1997 wurde Schubiger zum ordentlichen Professor für Radiopharmazie am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der ETH Zürich gewählt. Er gründete und leitete das Zentrum für Pharmazeutische Wissenschaften des Paul Scherrer Instituts, der ETH Zürich sowie der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsspital Zürich. Ab Oktober 2009 war er Fellow am Collegium Helveticum. Seine Emeritierung erfolgte im Juli 2010.
Von 2001 bis 2003 war Schubiger Präsident der Internationalen Society of Radiopharmaceutical Sciences sowie Mitbegründer der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Radiochemie und Radiopharmazie.
Von 1996 bis 2002 war Schubiger Mitglied und von 2005 bis 2011 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Helmholtz Zentrum Dresden Rossendorf. Er war zudem Beiratsmitglied des PET-Zentrums Rossendorf und trug im Frühjahr 2013 zur erfolgreichen Evaluierung des Programms für Krebsforschung bei. Für seine hohen Verdienste um die Entwicklung des Forschungszentrums ernannte ihn die Mitgliederversammlung im Mai 2014 zum Ehrenmitglied.
Wissenschaftliche Leistungen Schwerpunkte von August Schubigers Radiopharmazie-Forschung waren die Entwicklung radioaktiver Moleküle, sogenannter Radiopharmaka. Diese dienen einerseits der nuklearmedizinischen Diagnose und der Pharmakologie bei der Medikamentenentwicklung und andererseits der gezielten Krebstherapie von Tumor-Metastasen.
Die Einrichtung eines Nachdiplom-Studiums in Radiopharmazeutischer Chemie und Pharmazie an der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit den Universitäten Frankfurt (später Leipzig) und Ljubljana ging massgeblich auf seine Initiative zurück. Erwähnenswert ist insbesondere auch seine zentrale Rolle bei der Etablierung des translationalen Positronen-Emissions-Tomographie am Animal Imaging Center der ETH Zürich auf dem Hönggerberg.
Auszeichnungen und Ehrungen 2010: Award for the lifetime achievements in Radiopharmaceutical Sciences der Universität Padua.Pius August Schubiger In: ETH Zürich, Magazin ETH LIFE PRINT, Oktober 2010 (PDF, Seite 17). 2010: Bad Gastein Lecture Award, verliehen anlässlich des „29th Symposium on Radioactive Isotopes in Clinical Medicine and Research“ in Bad Hofgastein in Österreich.Pius August Schubiger In: ETH Zürich, ETH LIFE PRINT, Februar 2020 (PDF, Seite 15).
Weblinks Pius August Schubiger im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Pius August Schubiger: Tumorbehandlung mit Radiopharmazeutika: Fiktion oder Realität. Einführungsvorlesung. Videoportal der ETH Zürich, 1. Juli 1998.
Einzelnachweise
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