alternativtext=European Union Latin America Locator|mini|400x400px|Mitgliedsstaaten der Parlamentarischen Versammlung Europa-Lateinamerika Die Parlamentarische Versammlung Europa-Lateinamerika (EuroLat) ist eine parlamentarische Versammlung, in der sich Abgeordnete des Europäischen Parlaments mit ihren Kollegen aus den Staaten Lateinamerikas beraten.
Geschichte Im Juni 1999 fand in Rio de Janeiro das erste Gipfeltreffen der EU, Lateinamerikas und der Karibik statt. Auf dieser Veranstaltung wurde die Gründung einer Organisation beschlossen, die die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Parlamenten langfristig ermöglichen soll.
Aufgrund der COVID-19-Pandemie kam es ab 2020 zu Problemen bei der Parlamentarischen Versammlung, da strikte Einreisebeschränkungen galten. In der Wahlperiode 2019–2024 des Europäischen Parlaments formulierte die Versammlung eine Entschließung, die parlamentarische Kontrolle bei Verhandlungen über Freihandelsabkommen forderte. Zusammensetzung und Struktur Die Parlamentarische Versammlung Europa-Lateinamerika besteht aus 75 Mitgliedern des Europäischen Parlaments und 75 Mitgliedern der teilnehmenden lateinamerikanischen Parlamente. Darunter befinden sich das Lateinamerikanische Parlament (Parlatino), das Andenparlament (Parlandino), das Parlament des Mercosur (Parlasur), der Nationalkongress von Chile und der Kongress der Union in Mexiko.
Die Versammlung wird von zwei Ko-Präsidenten und 14 Ko-Vizepräsidenten geleitet. Davon stammt jeweils die Hälfte aus Europa und die andere Hälfte aus Lateinamerika.
Die Plenarsitzung der Parlamentarischen Versammlung tagt jährlich; die Ausschüsse und das Präsidium mindestens zweimal jährlich.
Es existieren vier ständige Ausschüsse:
Politische Angelegenheiten, Sicherheit und Menschenrechte Wirtschaft, Finanzen und Handel Soziale Angelegenheiten, Jugendliche und Kinder, Austausch von Personen, Bildung und Kultur Nachhaltige Entwicklung, Umwelt, Energiepolitik, Forschung, Innovation und Technologie
Aufgaben Die Parlamentarische Versammlung formuliert Entschließungen und gibt Empfehlungen an verschiedene Organisationen, Institutionen und Ministergruppen ab, um die Beziehungen zwischen beiden Regionen zu stärken. Thematische Schwerpunkte sind vor allem Demokratie und Menschenrechte, Migration, Bekämpfung von Armut, Förderung des sozialen Zusammenhalts, Innovation und Technologie sowie Umwelt und Klimawandel.
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Einzelnachweise
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