Geierschlag ist eine Ortschaft in der Gemeinde Vorderweißenbach im Bezirk Urfahr-Umgebung in Oberösterreich. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Geographie Die Ortschaft Geierschlag ist Teil der Katastralgemeinde Bernhardschlag sowie des Zählsprengels Bernhardschlag und umfasst Adressen (Stand ).
Die Ortschaft liegt am Fuße des Asbergs () in einer hügeligen Landschaft, die im Norden von der Steinernen Mühl, im Westen vom Altenschläger Bach und im Osten vom Wagnerbach begrenzt wird. Im Süden befindet sich der Höchlwald.
Ortsname Um 1775 wurde der Ort in der Josephinischen Landesaufnahme als „Geir Schlag“ erstmals schriftlich erwähnt. Der Kupferstecher Carl Schütz verwendete in seiner „Mappa von dem Land ob der Enns“ im Jahr 1787 die Schreibweise „GeüSchlag“Carl Schütz, Franz Müller: Mappa von dem Land ob der Enns. Im Jahr 1781 reducirt und gestochen von C. S. Schütz und geschrieben von F. Müller 1787 (online bei DORIS, Thema Historische Landkarten, Layer Schütz Müller (1787), abgerufen am 15. Mai 2026)., wobei die Bezeichnung „Geuschlag“ die durch ein verstummendes, auslautendes „-r“ entstand. Die Schreibweise „Geyerschlag“ findet sich im Jahr 1857 bei Alois Souvent.Alois Souvent: Administrativkarte des Erzherzogthumes Oesterreich ob der Enns. 1. Auflage 1857 (online bei DORIS, Thema Historische Landkarten, Layer Souvent (1857), abgerufen am 15. Mai 2026). Der Ortsname geht dabei auf das Grundwort „-schlag“ und den mittelhochdeutschen Begriff „gîr“ zurück. Damit wurde üblicherweise ein habgieriger Mensch bezeichnet, im vorliegenden Fall aber vielleicht auch eine unergiebige, karge Gegend.
Geschichte Im Jahr 1938 waren laut dem Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft in Geierschlag zwei Viehhändler und ein Landwirt ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 592 (findbuch.at [PDF]).
1962 wurde der Güterweg Geierschlag neu trassiert und ausgebaut.Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. 2025, S. 372.
Im Herbst 1980 verlegte die Telefongemeinschaft Vorderweißenbach/Stumpten, die 1972 gegründet worden war, ein Hauptkabel von Vorderweißenbach über Stumpten und Geierschlag in die Nachbargemeinde Helfenberg, womit private Telefonanschlüsse in der Ortschaft ermöglicht wurden.Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. 2025, S. 177.
Infrastruktur Die Ortschaft Geierschlag ist von Stumpten aus über den Güterweg Geierschlag und von Altenschlag aus über den Güterweg Altenschlag mit dem Kraftfahrzeug erreichbar.
Literatur Marktgemeinde Vorderweißenbach (Hrsg.): Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. Der Stern im Böhmerwald. Sternstein Verlag, Bad Leonfelden 2025, ISBN 978-3-902865-25-0. Darin mit Bezug zur Ortschaft Geierschlag: Kapitel 7. Ende der Monarchie, Weltkriege, Wiederaufbau und Eiserner Vorhang. S. 105–146, Abschnitt Gefallene der beiden Weltkriege aus der Gemeinde Vorderweißenbach. S. 126–127. Kapitel 8. Gemeinde sind wir alle. S. 149–190. Kapitel 15. Verkehrserschließung in unserer Gemeinde. S. 367–374 (Autor: Otto Kastner). Kapitel 20. Hausbesitzer von 1750–1940. S. 467–507 (Autoren: Sonja und Johann Pammer), Abschnitt „Geierschlag“ S. 506–507. Edmund Grabner (Hrsg.), Stefan Grasböck, Reinhard Hauer: Zeichen am Weg. Kleindenkmäler in der Marktgemeinde und Pfarre Vorderweißenbach. Arbeitskreis Kultur und Bildung des Vereins „Dorferneuerung Vorderweißenbach“, 2008, S. 201–207 (Inhaltsverzeichnis auf obvsg.at).
Einzelnachweise
Kategorie:Vorderweißenbach Kategorie:Ort im Bezirk Urfahr-Umgebung Kategorie:Geographie (Vorderweißenbach) Kategorie:Ersterwähnung 1775