mini|hochkant=0.4|Wappen derer von Schierstedt / von Schierstaedt. Dietrich Friedrich Carl von Schierstedt (* 3. September 1714; † 3. Juli 1789 in Paplitz) war ein preußischer Landrat.
Herkunft Dietrich von Schierstedt war Angehöriger des Adelsgeschlechts Schierstedt. Er war ein Sohn von Franz Wilhelm Engelbrecht von Schierstedt (1683–1717), Erbherr auf Görzke, Paplitz und Hohenlobesse, und dessen Ehefrau Wilhelmine Helene von der Heyden gen. Rynsch. Sein älterer Bruder Walter Christoph von Schierstedt war Landrat der Kreise Luckenwalde und Zauche.
Leben Dietrich von Schierstedt besuchte vom 25. August 1729 bis September 1730 mit seinem älteren Bruder und vier Angehörigen aus der Familie von Bülow die Ritterakademie Brandenburg. Nachdem er einige Zeit in russischen Diensten verbracht hatte, kehrte er zurück in das Herzogtum Magdeburg, um dort die Familiengüter zu übernehmen. Im Dezember 1774 wurde er von den Ständen zum Nachfolger von Levin von Barby als Landrat im Distrikt I. des Jerichowscher Kreises gewählt. Bei der Ablegung seines Rigorosums am 11. Februar 1775 in Anwesenheit des Ministers von Derschau zeigte er Schwächen beim Wissen in der Landeskunde. Da er dieses Wissen aber im Laufe seiner anstehenden Amtszeit nachholen könne, wurde er am 2. März 1775 als Landrat des Jerichower Kreises bestallt. Den Posten als Landrat übte er bis zum seinem Tod im Jahr 1789 aus, ihm im Amt folgte Carl Friedrich August von Plotho.
Persönliches Dietrich von Schierstedt war Erbherr auf Paplitz, Dernitz, Oehlsdorf und Rotehaus und war zwei Mal verheiratet. In erster Ehe heiratete er eine von Angern und in zweiter Ehe eine von Borch († 1794). Seine Kinder waren u. a. Viktor Friedrich (1747–1803), königlich preußischer Oberst Karl August Friedrich (1749–1798), königlich preußischer Major Leberecht Ferdinand Friedrich (1752–1839), königlich preußischer Hauptmann Friedrich Wilhelm (1760–1797) Franz Friedrich (1762–1831) Phillippine Charlotte Helene (* 1765; † nach 1830) Karl Friedrich Ludwig (1769–1849), königlich preußischer Rittmeister
Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 864. Walter von Leers (Hrsg.): Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a.H. 1705–1913. P. Riemann-Ludwigslust-Selbstverlag des Vereins der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H., Belzig/Brandenburg a.H. 1913, S. 48 f., Nr. 273. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1908. Neunter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Herbst 1907, S. 668.
Weblinks Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) (Hrsg.): Vertrag der Erben von Menge mit dem Frhrn. Walter Christoph Henrich von Schierstett zu Paplitz…, Stand 23. Mai 2026
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (LSA) (Hrsg.): Das Gesuch Dietrich Friedrich Carls von Schierstedt als Vormund und Administrator des von Krosigk´schen Gutes Rathmannsdorf…, Stand 23. Mai 2026
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