Stari Ras und Sopoćani ist eine Welterbestätte in Serbien. Sie umfasst eine Gruppe mittelalterlicher Denkmäler aus Festung, Kirche und zwei Klöstern in der Region Raška im Süden Serbiens. Die Stätte wurde 1979 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und zeugt von den Verbindungen zwischen der westlichen und der byzantinischen Welt.
Geschichte Stari Ras war vom 12. bis zum frühen 14. Jahrhundert eines der politischen und kulturellen Zentren des serbischen Staates und wird von der UNESCO als dessen erste Hauptstadt bezeichnet. Besonders unter der Herrschaft der Nemanjiden-Dynastie erlebte die Stadt ihre Blütezeit. In dieser Region entstanden bedeutende religiöse Bauwerke, die den Aufstieg des serbischen Königreiches und seine kulturelle Blüte widerspiegeln.
Bestandteile Die Welterbestätte Stari Ras und Sopoćani ist eine serielle Stätte und besteht aus vier separaten Komponenten: das Kloster Sopoćani, das Kloster Đurđevi stupovi (deutsch: „Säulen des Heiligen Georg“), die Kirche der Heiligen Apostel Peter und Paul (auch Petrova crkva), der archäologische Fundplatz der mittelalterlichen Stadt Ras (Stari Ras).
Architektur und Fresken Die Kirchenbauten der Welterbestätte werden der Raška-Schule zugerechnet, einem Baustil, der im 12. und 13. Jahrhundert in der Region Raška entstand. Charakteristisch für diesen Stil ist die Verbindung von romanischen und byzantinischen Architekturelementen. Die Kirchenbauten der Welterbestätte weisen unterschiedliche Grundrissformen auf: Sopoćani ist eine einschiffige Basilika mit Kuppel, Đurđevi stupovi ein einschiffiger Bau mit drei Apsiden und zwei seitlichen Kuppeltürmen im Westen, und Petrova crkva eine in vier Apsiden unterteilte Rotunde mit Kuppel.
Die befestigte Anlage von Stari Ras erstreckt sich auf dem Gradina-Hügel über dem Fluss Raška. Die Festung hat einen unregelmäßig länglichen, ans Gelände angepassten Grundriss. Archäologische Untersuchungen belegen zwei Bauphasen: einer hölzernen Palisadenanlage aus dem 9./10. Jahrhundert folgte im 12./13. Jahrhundert der Ausbau zu einer steinernen Wehranlage. Am Fuße des Hügels liegt die Siedlung Trgovište (auch Pazarište genannt), die als Handelszentrum diente.
Das Kloster Sopoćani enthält Fresken aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Fresken zeigen Szenen aus dem Leben Christi und Marias sowie Heiligenfiguren.
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Einzelnachweise
Kategorie:Architektur (Serbien) Kategorie:Serbien im Mittelalter Kategorie:Serielle Welterbestätte
Kategorie:Welterbestätte in Europa Kategorie:Welterbestätte in Serbien Kategorie:Weltkulturerbestätte