Cussonia spicata ist eine Pflanzenart in der Familie der Araliengewächse (Araliaceae) aus Afrika.
Beschreibung mini|Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Cussonia spicata
Vegetative Merkmale Cussonia spicata sind immergrüne Bäume mit einer rundlichen stark verzweigten Krone mit Wuchshöhen bis über 15 Metern. Im Kurisa Forest in der Nähe von Polokwane, Südafrika existiert ein sehr großes, seltenes Exemplar mit 35 Meter Höhe und mehr als 3,7 Meter Durchmesser, welches zu den Rekordbäumen des Landes zählt. Die grobe Borke ist grau und korkig.
Die wechselständigen, bis zu 70 Zentimeter langen und kahlen, handförmigen Laubblätter schopfig an den Zweigenden sind doppelt gefiedert mit fünf bis neun Fiederblättchen. Die ledrigen Blättchen sind meist gesägt bis fast ganz. Die sehr langen und dicke Blattstiele sind bis über 0,7 Meter lang. Die Blättchenstiele und die Rhachis sind oft geflügelt. Es sind Nebenblätter vorhanden.
Blüten Die zwittrigen und sitzenden, meist fünfzähligen Blüten sind klein und gelblich grün mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenstand ist in endständigen, dichten, vielblütigen, zu mehreren doldig angeordnete Ähren, in Kolben angeordnet, was ihnen ein einzigartiges Aussehen gibt. Sie ähneln einem Kandelaber aus Mikrophonen. Der Kelch ist reduziert. Der unterständige Fruchtknoten ist zweikammerig mit zwei Griffeln. Es ist ein Diskus vorhanden.
Fruchtstand, Früchte und Samen Die kleinen Steinfrüchte sind kantig bis rundlich, purpur bis braun und messen 4 bis 6 Millimeter im Durchmesser.
miniatur|Laubblätter von Cussonia spicata miniatur|Blütenstände
Verbreitung Cussonia spicata ist in Ost- bis Südafrika weitverbreitet. Die Verbreitung reicht vom Kongo, dem Sudan über Kenia bis Madagaskar und den südafrikanischen Provinzen Gauteng, KwaZulu-Natal, Limpopo, Mpumalanga, Nordwest, Ostkap und Westkap. Außerdem kommt sie auf den Komoren vor. In Neuseeland wurde die Art eingeführt.
Verwendung Cussonia spicata wird in der traditionellen afrikanischen Medizin bei Verdauungsproblemen verwendet. Das Holz ist sehr weich, verrottet leicht und wird für Maulwurffallen verwendet. Die Wurzeln sind essbar und werden auch gegen Malaria verwendet. Außerdem wird sie als Zierbaum gepflanzt.
Taxonomie Cussonia spicata wurde 1780 durch Carl Peter Thunberg in Nova Acta Regiae Societatis Scientiarum Upsaliensis, Serie 2 Band 3, Seite 212 erstbeschrieben. Der Gattungsname Cussonia ehrt den französischen Arzt und Botaniker Pierre Cusson (1727–1783). Das Epitheton "spicata" bedeutet "ährig" und bezieht sich auf die ährigen Blütenstände.
Literatur Franz Thonner: Die Blütenpflanzen Afrikas. 1908, S. 426, Taf. 119. William Henry Harvey, Otto Wilhelm Sonder: Flora Capensis. Volume II, Reeve, 1894, S. 568 f, online auf biodiversitylibrary.org.
Weblinks
Cussonia spicata bei Tree SA.
Einzelnachweise
Kategorie:Araliengewächse Kategorie:Araliaceae Kategorie:Baum