mini|Katholische Kirche St. Hubertus in Kalkar-Kehrum St. Hubertus in Kehrum, einem Stadtteil von Kalkar am unteren Niederrhein in Nordrhein-Westfalen, ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrgemeinde Heilig Geist (Kalkar). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Hubertus von Lüttich und gehört zum Kreisdekanat Kleve im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist ein moderner Zentralbau mit großem Turm und hat nach dem Umbau 200 Sitzplätze.

Geschichte und Baubeschreibung Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg fanden für die Bewohner im südlich von Appeldorn gelegenen Kehrum regelmäßige Sonn- und Feiertagsgottesdienste in einer Notkirche in einer ehemaligen Militärbaracke statt. Weil die Katholiken sich ein eigenes Gotteshaus wünschten, konstituierte sich 1945 ein Kirchenbauverein. Nach der Abtrennung von der Pfarrei St. Lambertus (Appeldorn) erfolgte 1963 die Anerkennung des Seelsorgebereichs Kehrum als selbstständiges Pfarrrektorat.

Gegen den Willen des Bistums Münster wurde St. Hubertus als jüngste Kirche im Stadtgebiet Kalkar 1966–68 nach den Plänen des Architekten Toni Hermanns (Kleve) mit Eigenmitteln gebaut und 1968 eingeweiht. Das fächerförmige Gotteshaus im Stil der Moderne besitzt stufig gewendelte Flachdecken sowie eine Altarinsel im Westen. Der eingebundene Glockenturm im Norden fasst im Erdgeschoss eine Kapelle. Die angebaute eingeschossige Sakristei liegt im Norden. Die Kirche besteht aus rotem Ziegelmauerwerk mit Flachdächern aus Zinkblech. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehörte das Pfarrheim, das 1860 in der alten Schule eingerichtet und 1964 umgebaut wurde.

Nach der Integration des neuen Gemeindezentrums in das Gotteshaus 2014 gewann St. Hubertus 2019 den bundesweiten Wettbewerb „Land und Leute“ der Wüstenrot-Stiftung. Die umgestaltete Kirche mit barrierefreiem Zugang zur Gottesdiensthalle und mit Räumen für Gespräche, Feste, Vereinstreffen und Bildungsangebote ist ein sozialer Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft geworden.

Strukturentwicklungen Am 28. November 2004 fusionierten die Pfarreien St. Hubertus (Kehrum), St. Barnabas (Niedermörmter), St. Nicolai (Kalkar), St. Lambertus (Appeldorn) sowie St. Pankratius (Altkalkar). Die neue Hauptkirche war St. Nicolai. Die Pfarrgemeinde Heilig Geist (Kalkar) wurde 2010 der Nachfolger, sodass St. Hubertus (Kehrum) seitdem nur noch eine Filialkirche dieser Großpfarrei ist.

Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarrgemeinde Heilig Geist in Kalkar sowie zehn benachbarte Pfarreien im Kreisdekanat Kleve zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Bedburg-Hau-Kalkar-Kleve-Kranenburg“.

Glocken Nur eine einzige Kirchenglocke hängt im Turm von St. Hubertus in Kehrum. Diese Glocke aus Bronze mit dem Schlagton: a1 (Ø 95 cm) wurde 1970 von der Firma Petit & Edelbrock (Gescher) gegossen.

Orgel Die Firma Romanus Seifert & Sohn (Kevelaer) baute um 1963 für St. Hubertus eine Pfeifenorgel mit 6 Registern und mechanischer Traktur.

Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website von St. Hubertus (Kehrum) Website vom Kreisdekanat Kleve

Einzelnachweise

Kategorie:Erbaut 1968 Kehrum Kehrum Kehrum Kehrum Kehrum Kehrum Kehrum Kehrum Kehrum Kehrum