Fritz Stähli (* 6. März 1895 in Schübelbach, Kanton Schwyz; † 13. Juli 1961 in Zürich; heimatberechtigt in Netstal und Wangen SZ) war ein Schweizer Politiker der Konservativen Volkspartei (KVP), der unter anderem von 1957 bis 1958 Präsident des Ständerats war.

Leben Fritz Stähli, Sohn des Wirts und Landwirts Pius Stähli und der Luisa Schuler, absolvierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Schwyz ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich, der Universität Bern und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie an der Städtischen Handelshochschule Mannheim. Er schloss seine Promotion zum Dr. iur. ab und nahm eine Tätigkeit als Rechtsanwalt auf. Er war zwischen 1924 und 1932 für die Konservative Volkspartei (KVP) Mitglied des Kantonsrates von Schwyz und fungierte dort von 1928 bis 1932 als Präsident der Staatswirtschaftskommission.

Stähli wurde für die KVP bei den Parlamentswahlen am 28. Oktober 1928 im Nationalratswahlkreis Schwyz erstmals zum Mitglied des Nationalrates gewählt und gehörte diesem nach seinen Wiederwahlen 1931 und 1935 vom 3. Dezember 1928 bis zum 1. März 1939 an. Er wurde 1937 Präsident des Bezirksgerichts March und bekleidete dieses Amt bis zu seinem Tode am 13. Juli 1961, woraufhin Heinrich Oechslin seine Nachfolge antrat. Bei der Parlamentswahl 1939 wurde er für die KVP erstmals zum Mitglied des Ständerates gewählt und vertrat in diesem nach seinen Wiederwahlen 1943, 1947, 1951 und 1955 vom 20. März 1939 bis zum 6. Dezember 1959 den Kanton Schwyz. Er war Anfang der 1950er Jahre Präsident der Konservativen Volkspartei des Kantons, fungierte zeitweise als Vorsitzender der Finanz-, Zolltarif- und Begnadigungskommission und war unter anderem Mitglied der Geschäftsprüfungs-, Petitions- und Bundesbahnkommission des Ständerates.

Am 2. Dezember 1957 übernahm Stähli von Kurt Schoch den Posten des Präsidenten des Ständerats und behielt dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch Augustin Lusser am 1. Dezember 1958. Darüber hinaus vertrat er den Bund im Direktionskomitee der Stiftung für das Alter und wurde 1959 Ehrenbürger seines Geburtsortes Schübelbach.

Literatur Der Stand Schwyz im hundertjährigen Bundesstaat 1848–1948, 1948, S. 106, 118. Der Stand Schwyz im Bundesstaat 1848–1998, 1998, S. 178.

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Einzelnachweise

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