Herbert Humpisch (* 18. Mai 1919 in Freiberg; † 1997) war ein deutscher Maler mit regionaler Bedeutung im sächsischen Erzgebirge.

Leben und Werk Humpisch kam aus einer Freiberger Arbeiterfamilie. Zu seiner Ausbildung und zur beruflichen Tätigkeit bis 1945 fehlen Informationen. Er wurde nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingezogen, nahm am Krieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung arbeitete er als freischaffender Maler und Grafiker in Freiberg. Um 1956 gehörte er zu einer Gruppe von Künstlern, die Kunstwerke zur Ausstattung der neu erbauten heutigen Oberschule Halsbrücke schufen.

Humpisch war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und gehörte der Freiberger Künstlergruppe Die Kaue an. 1960 wurde er mit dem Gemälde Verdienter Arzt des Volkes Dr. med. Hoyer (1960, Öl, 116 × 84 cm) mit dem Kunstpreis des FDGB geehrt.

Werkbeispiele

Tafelbilder

Töchterchen Ellen (Öl; 1953 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)

Am Konverter im Hüttenwerk Halsbrücke (vor 1957; Öl, 70 × 100 cm; für die Schule in Halsbrücke) Muldenwehr bei Nossen (vor 1957; Öl, 70 × 50 cm; für die Schule in Halsbrücke) Die Mulde bei Siebenlehn (vor 1957; Öl, 40 × 60 cm; für die Schule in Halsbrücke) Am Handkran (Öl; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Arbeitsbesprechung der Aktivisten der Bleierzgruben Albert Funk (Öl, 142 × 117 cm; auf der Dritten Deutsche Kunstausstellung) Verdienter Bergmann (1963; Öl, 155,1 × 125 cm; Sammlung der Saxonia Freiberg-Stiftung)"Verdienter Bergmann" :: Archiv SAXONIA-FREIBERG-STIFTUNG :: museum-digital:collectors

Zeichnungen

Kopfstudie (Kohle; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Verdienter Aktivist W. Schmidt (vor 1958; Kohle, 70 × 50 cm) Brigadier O. Gröger (vor 1958; Pinsel, 47 × 36 cm; für die Schule in Halsbrücke) Porträtstudie (Rohrfeder; 1958 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Der erste Schmelzer (Tuschpinsel; 1958 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)

Architekturbezogenes Werk

Der Morgen – der Tag – der Abend (1966; Wandgestaltungen; Keramik-Spaltplatten und mehrfarbiges Sgraffito, 3,50 × 3,00 m bzw. 1,75 × 7,00 m; im Kollektiv mit Werner Küttner und Volker Träger; technische Ausführung mit dem VEB Plattenwerk Max Dietel, Meißen; Freiberg-Wasserberg, Giebelfläche und Längsfront Kindergarten/Kinderkrippe)Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 3, Karl-Marx-Stadt, Gera, Erfurt, Suhl. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 48–50

Ausstellungen (unvollständig)

1953, 1954, 1957 und 1958: Karl-Marx-Stadt („Mittelsächsische Kunstausstellung“) 1953: Dresden, Dritte Deutsche Kunstausstellung 1956: Freiberg, Stadt- und Bergbaumuseum („Freiberger Künstler schaffen für die neue Schule in Halsbrücke“) postum 2018: Hoyerswerda, Sächsisches Industriemuseum Energiefabrik Knappenrode („Kunst + Kohle. Arbeit und Bergbau in der DDR-Kunst“)

Literatur

Einzelnachweise

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