mini|Luigi Agliati, Bleistiftzeichnung von Giuseppe Bertini Luigi Agliati (* 13. März 1816 in Como; † 14. November 1863 in Mailand) war ein italienischer Bildhauer.

Leben Agliati stammte aus Como. 1842 debütierte er an der Kunstausstellung der Accademia di Brera in Mailand mit einem Grabmonument und der Marmorbüste einer Vestalin. Letztere wurde neben Innocenzo Fraccarolis Monumentalskulptur Achilles vom Pfeile in der Ferse verwundet zur Hauptattraktion der Schau. Bewunderung erregte insbesondere der virtuos illusionistisch gestaltete Schleier. Theodor Kniewel erinnerte sich 1844 an den tiefen Eindruck, den Agliatis Werk ausübte:

1860 wurde Agliati zum Ehrenmitglied der Accademia di Brera ernannt. 1861 nahm er am Wettbewerb zur Gestaltung des Monumentalfriedhofs von Mailand teil und kam in die engere Auswahl der besten fünf Bewerber. Er starb 1863 mit 47 Jahren in Mailand.

Werk Agliati orientierte sich primär an der Kunst der Frührenaissance und war geprägt von der romantischen Sepulkraldichtung von Ugo Foscolo und Giovanni Pindemonte.

Er schuf vor allem Grabskulpturen, von denen sich acht auf dem Monumentalfriedhof seiner Heimatstadt Como befinden. Oftmals übernahm er auch die architektonische Gestaltung der Grabmale. Weitere Werke befinden sich im Dom zu Como. 1856 fertigte er zwei seitlich des St.-Stefan-Altars angebrachte, von geflügelten Jungfrauen getragene Konsolen. Die linkerhand darauf platzierte Büste des Bischofs Carlo Rovelli ist ebenfalls sein Werk. Die rechts aufgestellte Büste von Papst Innozenz XI. wurde vermutlich von Paolo Morelli im 17. Jahrhundert gehauen. Im südlichen Eingangsbereich steht Agliatis monumentale Figurengruppe „Tolomeo Gallio empfängt zwei junge Menschen“ (Tolomeo Gallio accoglie due giovani) von 1860/61.

Literatur

Weblinks

Luigi Agliati im Katalog des Portals des kirchlichen Kulturerbes (BeWeB)

Einzelnachweise

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