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] Ibécétane (auch: Ibécétan, Ibécétén, Ibécétène, Ibéctane, Ibicéten) ist ein Dorf in der Landgemeinde Akoubounou in Niger.

Geographie Das von einem traditionellen Ortsvorsteher () geleitete Dorf befindet sich rund 23 Kilometer westlich des Hauptorts Akoubounou der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Abalak in der Region Tahoua gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Ibécétane zählen Taritarkan im Süden und Mararaba Kao im Südwesten. Ibécétane liegt auf einer Höhe von .

Das Dorf ist Teil der Übergangszone zwischen Sahara und Sahel. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 200 und 300 mm.

Geschichte Das französische Übersee-Forschungsinstitut (ORSTOM) betrieb in Ibécétane eine geomagnetische Station, die zu einem Netzwerk von mehreren hundert ORSTOM-Stationen in Westafrika gehörte, an denen in den 1950er Jahren geomagnetische Messungen vorgenommen wurden.

In Niger trat 2016 ein Gesetz in Kraft, das die Migration durch das Land einschränkte. Dafür erhielt der Staat Zahlungen aus dem EU-Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika. Die Maßnahmen hatten zur Folge, dass neue Passagen für den Menschenschmuggel gewählt wurden. Dazu zählte eine Route, die von der Nationalstraße 25 nach Ibécétane und von dort aus weiter über Azelik, Inabaghirit, Assamaka und In Guezzam nach Tamanrasset führte. Im Sommer 2017 waren knapp 20.000 Menschen in den Departements Abalak und Tchintabaraden von schweren Überschwemmungen betroffen. Dabei verunreinigten Tierkadaver Wasserstellen in Ibécétane und erhöhten dadurch das Risiko von Epidemien. Bei einer Untersuchung im Jahr 2020 wurden in Ibécétane wie auch in manchen anderen Dörfern in der Region hohe Unterernährungsraten bei Kindern festgestellt.

Bevölkerung Bei der Volkszählung 2012 hatte Ibécétane 1405 Einwohner, die in 218 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 1134 in 218 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 731 in 111 Haushalten.

Wirtschaft und Infrastruktur Die wirtschaftlichen Aktivitäten im Ort umfassen Ackerbau, Viehzucht, Handwerk und Handel. Die Siedlung liegt in einem Gebiet der Naturweidewirtschaft, in das ackerbauliche Aktivitäten aus dem Süden vordringen. In Ibécétane befindet sich ein Nebenzentrum des (CMB), einer dem Landwirtschaftsministerium unterstehenden Einrichtung für die Vermehrung des Viehbestands in Niger. Es erstreckt sich über eine Fläche von 42.000 Hektar und ist damit das flächenmäßig größte CMB-Areal. Weitere CMB-Stationen befinden sich in Batté Centre, Daréki, Facoranch, Maradi, Sayam und Toukounous. Das Nebenzentrum in Ibécétane ist auf die Zucht der Zebu-Rasse Azawak spezialisiert.

Mit einem (CSI) ist ein Gesundheitszentrum im Ort vorhanden. Es gibt eine Schule. Das nigrische Unterrichtsministerium richtete 1996 gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zahlreiche Schulkantinen in von Ernährungsunsicherheit betroffenen Zonen ein, darunter eine für Nomadenkinder in Ibécétane. Die Niederschlagsmessstation von Ibécétane wurde 1981 in Betrieb genommen.

Der Ort ist über die sieben Kilometer lange Route 531, eine einfache Piste, mit der Nationalstraße 25 im Nachbardorf Taritarkan verbunden.

Einzelnachweise

Kategorie:Tahoua (Region) Kategorie:Ort in Niger Kategorie:Ort in Afrika