Max Lindemann (* 30. August 1989 in Recklinghausen) ist ein deutscher Drehbuchautor, Hörspiel- und Theaterregisseur.
Leben Im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, begann Max Lindemann 2014, Theater- und Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum zu studieren. Währenddessen folgte sein erstes Engagement als Regieassistent am Schauspiel Dortmund unter der Leitung von Kay Voges. Er wirkte dort unter anderem bei Inszenierungen von Ersan Mondtag und Kay Voges mit. Am Schauspiel Dortmund gab Lindemann auch sein Regiedebüt.
Von 2018 bis 2021 studierte er Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und war Teil des internationalen Regienetzwerks Alexandria Nova. Bereits während seines Studiums entstanden erste Arbeiten am Berliner Ensemble. 2023 realisierte er ebenda die Uraufführung von Sibylle Bergs Es kann doch nur noch besser werden sowie die Uraufführung von Michel Friedmans autobiografischem Roman Fremd mit der Schauspielerin Sibel Kekilli in der Hauptrolle.
Neben dem Berliner Ensemble und dem Münchner Volkstheater verbindet ihn seit 2023 auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt.
Neben seiner Arbeit als Theaterregisseur ist er auch als Drehbuchautor tätig. Der Kurzfilm Das ist keine Figur, das ist Verrat, an dem er als Co-Autor mitwirkte, wurde 2025 im MDR ausgestrahlt und erhielt mehrere Preise.
Außerdem entwickelte er mehrere Hörspielprojekte für den Deutschlandfunk, darunter die Ursendung von Michel Friedmans Fremd mit Constanze Becker, die 2023 ausgestrahlt wurde.
Max Lindemann ist Alumnus der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Inszenierungen (Auswahl)
2021: Aufzeichnungen aus dem Kellerloch von Fjodor Dostojewski, Berliner Ensemble 2022: Die Netzwelt von Jennifer Haley, Berliner Ensemble 2023: FREMD von Michel Friedman, Berliner Ensemble 2023: Es kann doch nur noch besser werden (Uraufführung) von Sibylle Berg, Berliner Ensemble 2023: Phädra, in Flammen von Nino Haratischwili, Schauspiel Frankfurt 2024: Mann ist Mann von Bertolt Brecht, Berliner Ensemble 2024: Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller, Berliner Ensemble 2024: Früchte des Zorns nach John Steinbeck, Münchner Volkstheater 2025: Die Ratten von Gerhart Hauptmann, Volkstheater Rostock 2025: Die Möwe von Anton Tschechow, Landestheater Niederösterreich 2026: Süßer Vogel Jugend von Tennessee Williams, Schauspiel Frankfurt 2026: Einfach das Ende der Welt von Jean-Luc Lagarce, Theater Bonn
Hörspiele (Auswahl) 2021: Franz Kafka: Das Stadtwappen. Musikalische Hörspielcollage nach Kafka (Bearbeitung und Regie) (Hörspielbearbeitung, Ars acustica – Deutschlandfunk (Deutschlandradio)/Schauspielschule Ernst Busch) 2022: Michel Friedman: Fremd (Bearbeitung und Regie) (Hörspielbearbeitung – Deutschlandfunk (Deutschlandradio)/Hessischer Rundfunk)
Quelle: ARD-Hörspieldatenbank
Weblinks Max Lindemann bei Theater der Zeit Max Lindemann In: Berliner Ensemble Well-Made, and Massively Weird: A New Theater Season in Berlin In: The New York Times Gemeinsam durch die Krisen: Max Lindemann über "Früchte des Zorns" In: Abendzeitung München Der American Dream war schon immer Teil eines großen Mythos In: Radio Eins
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Hörspielregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Mann