Faliro () ist eine U-Bahn-Station der Linie 1 der Athener U-Bahn. Sie befindet sich in Piräus und wurde nach dem Stadtteil Neo Faliro benannt, den sie bedient. Der Bahnhof liegt in der Nähe des Faliro Coastal Zone Olympic Sports Complex mit dem Stadion des Friedens und der Freundschaft und dem Karaiskakis-Stadion.
Geschichte Mit der Inbetriebnahme der Bahnstrecke Athen–Piräus im Jahr 1869 wurde die erste Station in Faliro 1882 eingerichtet.UrbanRail.Net > Athens > Line 1 Piraeus - Kifissia (englisch) Sie lag einige Meter nördlich des heutigen Bahnhofs. Die damalige Streckenführung unterschied sich im Abschnitt Moschato–Piräus erheblich vom heutigen Verlauf der Linie 1.
Die Anbindung von Faliro erfolgte damals über eine Stichstrecke, die auf Höhe der späteren Eleftherios-Venizelos-Brücke nach Süden abzweigte. Sie führte entlang der heutigen Trasse zu einem einfachen Endbahnhof. Die Abzweigung war ausschließlich in Richtung Athen ausgerichtet. Die Züge zwischen Athen und Piräus verkehrten im Stundentakt; dazwischen fuhr halbstündlich ein Zug zwischen Athen und Faliro. Dadurch bestanden nur sehr geringe Verbindungen sowohl nach Faliro als auch nach Piräus. Zudem gab es keine direkte Verbindung zwischen beiden Orten.
1883 entstand die heutige Streckenführung. Gleichzeitig wurde der Bahnhof an seinen heutigen Standort verlegt und mit Bahnsteigen ausgestattet. Dadurch verbesserte sich die Taktfrequenz nach Faliro und Piräus auf einen Halbstundentakt, außerdem entstand erstmals eine direkte Verbindung zwischen beiden Orten.Μια μεγάλη ιστορία που άρχισε πριν από 130 χρόνια (griechisch)
Um 1890 wurde erstmals ein Umbau des Bahnhofs vorgeschlagen, um die Kapazität zu erweitern. Die Modernisierung begann jedoch erst 1930 und wurde 1934 abgeschlossen. Der Bahnhof galt für seine Zeit als fortschrittlich, da er zu den ersten Bauwerken Griechenlands gehörte, bei denen Stahlbeton verwendet wurde. Er verfügte über drei Bahnsteige, eine unterirdische Fußgängerpassage sowie ein Betriebswerk.Εκσυγχρονισμός και ιστορική μνήμη (griechisch)
Seine heutige Gestalt erhielt der Bahnhof im Jahr 2004 im Zuge umfangreicher Modernisierungsarbeiten für die Olympische Sommerspiele 2004 nach Entwürfen der Firma Obermeyer.Γρανίτης, μάρμαρο και άφθονο φως… (griechisch) Während des Umbaus wurde die Zahl der Bahnsteige von vier auf drei reduziert und es entstand eine zweite Ebene mit Fahrkartenschaltern. Zudem wurden Fußgängerbrücken errichtet, die den Bahnhof mit dem Friedens- und Freundschaftsstadion sowie dem Karaiskakis-Stadion verbinden.
Die heutige Form des Bahnhofs wurde am 14. Juni 2004 eingeweiht. Seit dem 19. Juli 2004 besteht außerdem eine Umsteigemöglichkeit zwischen Metro und Straßenbahn. Zeitweise dient der Bahnhof auch als Endstation lokaler Züge der Linie 1.
Konstruktion mini|Außenansicht der Station Das markanteste Merkmal des Bahnhofs ist seine Überdachung, deren Gestaltung an Möwen mit ausgebreiteten Flügeln erinnern soll.Neo Faliro Metro Station (englisch) Die Anlage besteht aus zwei Ebenen. Auf der oberen Ebene mit einer Länge von 130 Metern und einer Breite von 30 Metern befinden sich Treppen und Rolltreppen, die Fahrkartenschalter, Geschäfte, Toiletten sowie die Dienststellen des Bahnhofspersonals. Auf der darunterliegenden, oberirdischen Ebene liegen die drei Bahnsteige: ein Mittelbahnsteig und zwei Seitenbahnsteige. Angrenzend befinden sich ein Betriebswerk und Abstellgleise für Züge.
Der Bahnhof ist über Fußgängerbrücken mit dem Friedens- und Freundschaftsstadion sowie dem Karaiskakis-Stadion verbunden. Darüber hinaus besteht eine Unterführung unter der Poseidonos-Allee zum erstgenannten Stadion. Ebenfalls angeschlossen sind die Straßenbahnhaltestellen „Neo Faliro“ und „SEF“.ACCESS auf sed-stadium.gr (englisch)
Vor dem Bahnhof befinden sich das Denkmal und der Grabhügel des Freiheitskämpfers Georgios Karaiskakis. In dieser Gegend fand die Schlacht von Phaleron statt, bei der Karaiskakis tödlich verwundet wurde. Das Denkmal gilt als das erste Monument, das im modernen griechischen Staat errichtet wurde. In der Nähe der Fußgängerbrücke zum SEF befindet sich außerdem die Skulptur „Kymatismos“ des Bildhauers Apostolos Fanakidis.Ηλεκτρικός - Μετρό (griechisch)
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Einzelnachweise
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