mini|Blick in die Pieschener Allee
Die Straßenbäume der Pieschener Allee bilden eine als Naturdenkmal (ND 102) ausgewiesene Allee im Ostragehege der Dresdner Friedrichstadt.
mini|hochkant|Südliches Ende des Naturdenkmals mit Blick auf die Marienbrücke und den Turm der 1,3 km entfernten Katholischen Hofkirche
Die ab 1724 angelegte Lindenallee zu einer früheren Fährstelle nach Pieschen ist – neben der nahegelegenen Übigauer Allee – eine der ältesten Dresdner Alleen. Die „historisch überkommene doppelreihige Lindenallee“ steht zudem als Kulturdenkmal unter Schutz. Bei den Bäumen, die Höhen über 20 Metern und Kronendurchmesser von etwa 12 Metern bei Stammumfängen von 1,25 bis 3 Metern erreicht haben, handelt es sich um Sommer- (Tilia platyphyllos) und Winter-Linden (Tilia cordata) sowie Kreuzungen aus beiden Arten. Sie stehen in vier Reihen (doppelreihige Allee) entlang eines knapp 450 Meter langen geraden Abschnitts der Pieschener Allee nördlich des Sportparks Ostra, bevor der Straßenverlauf in einer Kurve in den Messering übergeht. Die Allee folgt dem alten Verlauf der Pieschener Allee und setzt sich an jener Kurve geradlinig fort. Dort geht das Schutzgebiet lückenlos in das Flächennaturdenkmal Pieschener Allee über.
Einige der Linden stammen womöglich noch aus der Anfangsbepflanzung und sind somit über 300 Jahre alt. Der Großteil der Bäume entstammt den „Nachpflanzaktivitäten mehrerer Gärtnergenerationen, die uns diesen prächtigen Eindruck der Allee immer wieder sicherten.“ Nachdem die Landeshauptstadt Dresden die Pieschener Allee abseits des Straßenzuges 1996 als Flächennaturdenkmal unter Schutz gestellt hatte, folgte die Unterschutzstellung der Straßenbäume entlang der asphaltierten Straße als Naturdenkmal im Juni 1999. Die Schutzbereiche umfassen die jeweiligen Wurzelbereiche der einzelnen Bäume, straßenseitig bis 3 Meter von der Bordsteinkante und fußwegseitig bis zur Kronentraufe, zuzüglich 3 Metern. Beide Naturdenkmale befinden sich im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Dresdner Elbwiesen und -altarme.
Bei der Ausweisung des Naturdenkmals befanden sich neben seinem südlichen Ende elbseitig noch Gewerbeflächen. Diese sind nach dem Elbhochwasser 2002 renaturiert bzw. in einen großen Busparkplatz umgewandelt worden.
Fußnoten Verordnung der Landeshauptstadt Dresden zur Festsetzung des Naturdenkmales „Straßenbäume der Pieschener Allee“. Vom 10. Juni 1999 (PDF; 1,3 MB). In: Dresdner Amtsblatt Nr. 31/99, 5. August 1999, S. 21 f.
Verordnung der Landeshauptstadt Dresden über das Flächennaturdenkmal „Pieschener Allee“ vom 9. Mai 1996 (PDF; 1,7 MB). In: Dresdner Amtsblatt Nr. 29/96, 18. Juli 1996, S. 10 ff.
Weblinks
Straßenbäume der Pieschener Allee im Themenstadtplan Dresden Bäume als Naturdenkmalgehölze (ND) auf treedd.de, unter anderem mit Fotos der Straßenbäume der Pieschener Allee
Kategorie:Naturdenkmal in Dresden Kategorie:Kulturdenkmal in Dresden Kategorie:Individuelle Linde oder Baumgruppe mit Linden Pieschener Allee, Flachennaturdenkmal