mini|Caroline Emily Clark, 1903 Caroline Emily Clark (* 6. September 1825 in Birmingham, Warwickshire; † 18. November 1911 in Adelaide, South Australia) war eine britisch-australische Sozialreformerin, die vor allem durch ihr Engagement für Kinder in staatlicher Betreuung bekannt wurde und das Boarding out System einführte, mit dem in Adelaide Waisenkinder bei Pflegefamilien untergebracht wurden.
Leben Clark war das älteste Kind von Francis Clark (1799–1853), einem Silberschmied aus Birmingham, und seiner Ehefrau Caroline, geborene Hill (1800–1877), einer Schwester von Rowland Hill. Als gesundheitlich zartes Kind mit schwacher Sehkraft war sie eine begabte und fleißige Schülerin. 1837 wurde sie zu ihrer Großmutter Hill nach nahe Bruce Castle, Tottenham, geschickt, um dort die Miss Woods School in einem nahegelegenen Ort, möglicherweise Upper Clapton, zu besuchen. Nach einem Jahr wechselte sie zur nahegelegene Hazelwood School, an der ihr Großvater Thomas Wright Hill, ein Anhänger Joseph Priestleys, zahlreiche Neuerungen eingeführt hatte. Um 1840 wurde die Familie von Scharlachfieber heimgesucht, und Clark behielt als Folge ein Rheuma in den Händen zurück. Im Jahr 1848 starben zwei ihrer Brüder; die Familie zog auf die Isle of Wight und wanderte 1850 nach Adelaide, South Australia, aus. Die Familie baute ein Haus im Stadtteil Burnside City, in dem Clark ihren Vater bis zu dessen Tod im Jahr 1853 pflegte. Im Jahr 1863, kurz nach dem Tod der Ehefrau ihres Bruders Howard, zog Clark zu ihm in sein neu errichtetes Hazelwood Cottage (einige hundert Meter von dem ursprünglichen Hazelwood Homestead entfernt), um dessen drei kleinen Kinder, Frank, Nellie und die neugeborene Lucy, zu betreuen. Sie blieb dort bis zu Howard Clarks Wiederverheiratung mit Agnes McNee im Jahr 1865.
Clark freundete sich mit Annie Montgomerie Martin an. Martin hatte das Destitute Asylum von Adelaide, eine staatliche Einrichtung für Kinder, die aufgrund von Armut von ihren Eltern verlassen worden waren, besucht und war von der Hoffnungslosigkeit seiner Insassen erschüttert gewesen. Clark hatte, möglicherweise über ihre Cousine Rosamond Davenport Hill, die Vorzüge einer Regelung in Schottland kennengelernt, die Kinder stattdessen in Arbeiterfamilien aufwachsen zu lassen. Clark brachte das Thema in einer Zuschrift zur Adelaider Zeitung South Australian Register zur Sprache, was eine wohlwollende redaktionelle Stellungnahme hervorrief und die Debatte auf das Orphan Girls’ Home ausdehnte. Es ist wahrscheinlich, dass ihr Bruder John Howard Clark, Miteigentümer des Register, hinter diesen Leitartikeln stand.
Clark argumentierte, dass die gemeinsame Unterbringung solcher Kinder deren Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Wertlosigkeit verfestige, sie kaum zu produktiven Staatsbürgern heranbilde und darüber hinaus kostspielig sei. Zu jener Zeit gab es zwei staatliche Stellen, die sich mit dem Wohlergehen unversorgter Kinder befassten: das Children’s Apprenticeship Board (gegründet 1848) und das Destitute Board, das in Burnside seit 1867 eine Art Armenhaus in einem ehemaligen Hotel betrieb, gefolgt von einem neuen Waisenhaus in Burnside-Magill im Jahr 1869. Clarks Ziel war es, diese Einrichtungen durch ein weniger bürokratisches System zu ersetzen, das die Kinder in die Haushalte von Arbeiterfamilien vermittelte, nicht mehr als vier zusammen und vorzugsweise außerhalb der Stadt. Die Familien sollten eine angemessene Vergütung erhalten, doch sollten die Gesamtkosten nicht wesentlich höher sein als bei der institutionellen Unterbringung der Kinder. Trotz einflussreicher Unterstützung durch Catherine Helen Spence, John Howard Clark, C. B. Young, Margaret Fraser Davenport und Mary Colton verweigerte die Regierung die Umsetzung ihrer Vorschläge, erlaubte jedoch ihrer Boarding-out Society, probeweise Maßnahmen durchzuführen. Der Parlamentsabgeordnete Neville Blyth organisierte, dass Clark die Verantwortung für einen Jungen und ein Mädchen übertragen wurde. Um 1880 nahm Clark zwei weitere und später nochmals vier Kinder bei sich auf. Insgesamt hatte die Boarding-out Society eine beeindruckende Bilanz auf. Bis 1888 waren nahezu 700 der 800 dem Staat unterstellten Kinder in Pflege untergebracht. Das System wurde von New South Wales, Victoria und Tasmanien übernommen.
Am 9. Dezember 1886 wurde sie in den neu gegründeten State Children’s Council berufen. In den 1890er Jahren trug sie dazu bei, Reformen durchzusetzen, wie etwa die Einrichtung eines Children’s Court in vom Supreme Court getrennten Räumlichkeiten sowie die Unterdrückung der Namensnennung von Kindern in veröffentlichten Gerichtsberichten. Es scheint, dass sie 1902 vom Bundesstaat Victoria eingeladen wurde, in Fragen der Fürsorge für Waisen und bedürftige Kinder zu beraten, insbesondere für Säuglinge unverheirateter Mädchen ohne familiäre Unterstützung. 1905 protestierte Clark erfolgreich dagegen, dass Jungen in eine Erziehungsanstalt eingewiesen wurden, wenn Eltern verhängte Geldstrafen nicht bezahlten.
Sie trat hauptsächlich aufgrund ihrer zunehmenden Taubheit am 13. August 1906 aus dem State Children’s Council zurück. Ihre Schwester Mary Crompton hatte im Boarding-out Committee viel Arbeit geleistet und folgte ihr 1906 im State Children’s Council nach.
Catherine Helen Spence verfasste State Children in Australia: A History of Boarding Out and its Developments über die Arbeit von Emily Clark, das der State Children’s Council in Anerkennung ihrer Verdienste herausgab. Spence resumierte:
In ihren letzten Lebensjahren war sie gebrechlich und fast völlig blind, doch behielt sie viel von ihrer scharfen geistigen Kraft. The Register druckte ein spätes von ihr verfasstes Gedicht in ihrem Nachruf ab: All-healing Death! Thou art not far away. Time bears thee onwards with unflagging wings – Nearer and nearer coming day by day To break the tangled web that round me clings The web of life with many glittering strings; So bright and beautiful, I fain would stay In this fair world, but darkness and decay Creep at the heels of age, and earthly things Their savour lose: so may I glad obey Thy stern command, that ease and solace brings With gentle sleep, the strife of hopes and fears Ended in peace; then let none weep for me In mercy dost thou come, and I would be Remembered happily, and not with tears. Allheilender Tod! Du bist nicht fern von hier. Die Zeit trägt dich mit unermüdlichen Schwingen – Näher und näher, mit jedem neuen Tag, Um das verschlungne Netz zu sprengen, das mich hält, Das Netz des Lebens mit den vielen schillernden Fäden; So hell und schön – gern wollte ich verweilen In dieser lichten Welt, doch Dunkelheit und Verfall Schleichen im Gefolge des Alters, und die irdischen Dinge Verlieren ihren Geschmack: so möge ich willig folgen Deinem strengen Gebot, das Linderung und Trost bringt, Im sanften Schlaf, der den Streit von Hoffen und Fürchten In Frieden beendet; dann weine niemand um mich. In Gnade kommst du, und ich wollte so In glücklicher Erinnerung bleiben, nicht unter Tränen.Freie Überarbeitung einer KI-generierten deutschen Version.
Clark starb 1911 in Adelaide. Ihre Asche ist auf dem West Terrace Cemetery beigesetzt. Der Bereich des Friedhofs, auf dem in unmarkierten Gräbern Kinder aus staatlicher Obhut beigesetzt sind, wurde um 2010 Caroline Clark Memorial Garden getauft. Im Juni 2015 wurde eine Erinnerungstafel angebracht.
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