Rūdolfs Vilhelms Kronlaks (* in Liepāja; † 28. Juni 1967 in Chicago) war ein lettischer Fußballspieler.

Karriere und Leben Rūdolfs Kronlaks wurde in der Gemeinde Medze, nahe Liepāja, in die Familie von Ādolfs Kronlaks und seiner Ehefrau Līna (geb. Jirgensone) geboren. Seine erste Ehefrau war Zane Kūle (1897–1978), mit der er den Sohn Arvīds (1926–?) hatte. Im Jahr 1938 heiratete er in zweiter Ehe Mirdza Zīverte (1917–?). Kronlaks arbeitete viele Jahre als Schlosser bei der Lettischen Eisenbahn. Nach unterschiedlichen Angaben wurde Kronlaks während des Zweiten Weltkriegs entweder 1943 zur Lettischen Legion eingezogen, oder im Oktober 1944 vor der anrückenden Roten Armee in das Deutsche Reich evakuiert. Nach der Evakuierung war er als Arbeiter im Siemens-Werk in Gera beschäftigt. Nach dem Krieg arbeitete Kronlaks beim US Labor Service in DP-Lagern. 1951 wanderte Kronlaks in die Vereinigten Staaten aus und ließ sich in Chicago im Bundesstaat Illinois nieder, wo er bis an sein Lebensende lebte.

Fußball Rūdolfs Kronlaks galt als einer der bekanntesten Fußballspieler der Zwischenkriegszeit in Liepāja. Kronlaks spielte in seiner frühen Karriere auf verschiedenen Positionen, einschließlich als Torwart. Am bekanntesten war er als Mittelfeldspieler und auf der Position des zentralen Halbstürmers. Kronlaks begann mit dem Fußball in einer Schulmannschaft, wurde jedoch vor allem als Spieler des Vereins Olimpija Liepāja bekannt. Für Olimpija spielte Kronlaks von 1922 bis 1936 und gewann fünf lettische Meistertitel. Aus der ersten Generation der Olimpija-Spieler spielten nur Harijs Pikols und Ludvigs Dudaņecs ebenfalls über zehn Jahre für den Verein.

Kronlaks debütierte im Juli 1927 für die Lettische Fußballnationalmannschaft beim 6:3-Sieg gegen Litauen in Riga. Er war einer der Spieler aus Liepāja mit den meisten Einsätzen (18) in der Lettischen Nationalmannschaft. Kronlaks nahm 1930 und 1932 am Baltic Cup teil und gewann ihn mit der Mannschaft 1932. Sein letztes von seinen 18 Länderspielen absolvierte Kronlaks im Oktober 1935 gegen Deutschland in Königsberg, das mit 0:3 verloren wurde.

Nach seiner aktiven Spielerkarriere arbeitete er als Trainer der Fußballmannschaft des Sportvereins der Eisenbahner in Liepāja. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er 1946 das Training von Fußballspielern im DP-Lager Eichstätt. Nach seiner Auswanderung in die USA spielte er in der Mannschaft der „alten Letten“ aus Chicago zusammen mit Ēriks Pētersons und leitete dort auch Fußballtrainings für lettische Spieler in Chicago.

Erfolge mit Lettland: Baltic Cup (1): 1932

mit Olimpija Liepāja: Lettischer Meister (5): 1927, 1928, 1929, 1933, 1936

Weblinks Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch)

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