Theodor Drath (* 13. Juni 1828 in Winzig, Kreis Wohlau, Provinz Schlesien; † 19. Mai 1920) war ein deutscher Musikpädagoge, Lehrbuchautor, Komponist und Musikschriftsteller.

Leben Theodor Drath wurde 1861 Musiklehrer am Schullehrerseminar in Pölitz und 1864 am königlichen Waisenhaus und Lehrerseminar in Bunzlau. Seit 1879 führte er den Titel eines Königlichen Musikdirektors. Er veröffentlichte zahlreiche Werke für den Musikunterricht in der Schule. Sein Lehrbuch Der Gesanglehrer und seine Methode wurde zweimal, sein Lehrbuch Gesangübungen dreimal und sein Schulliederbuch viermal aufgelegt. Er komponierte außer Orgelstücken und Stücken für das Pianoforte auch Kompositionen für Gesang: Soli, Duette, Quartette für gemischten Chor und für Männerchor.

Er war verheiratet mit Lina geb. Pletz.Wingolfs-Blätter – Offizielles Organ des Wingolfbundes, XVII. Jahrgang, Nr. 11, 2. März 1888, Halle a/S, S. 68, Anzeigen (Google Books).

Werke (Auswahl) Die Kunst des Choralvorspiels in den verschiedensten Formen – Präludien zu den wichtigsten Chorälen für den kirchlichen Gebrauch, componiert und mit Bau- und Vortragsnotizen versehen, bei G. W. Körner, Erfurt und Leipzig 1863.Johann Christian Haring: Ein Wort über Orgelspiel und Liedgesang beim öffentlichen Gottesdient, in: Urania – Musik-Zeitschrift für Alle, Zwanzigster Jahrgang, 1863, Nr. 7. S. 112 (Google Books). Der Gesanglehrer und seine Methode – Ein Hülfsbuch für Präparanden und Candidaten des Schulamts, für Seminaristen und Lehrer beim Schul- und Privatgebrauch, zugleich auch eine Beigabe zu dem „Schulliederbuch“ des Verfassers, bei A. Stubenrauch, Berlin 1865 (Google Books). Musiktheorie (Elementarharmonie und Formenlehre in kurzgefassten Erläuterungen, Regeln, Notenbeispielen und Übungsaufgaben), bei A. Stubenrauch, Berlin 1870. Schulliederbuch – 2. und 3. Heft für Mittel- und Oberstufe, Dritte vermehrte und verbesserte Auflage, bei A. Stubenrauch, Berlin 1871.

Literatur August Reissmann, Hermann Mendel: Handlexikon der Tonkunst, bei Robert Oppenheim, Berlin 1882, S. 115–116 (Google Books). August Scheide: Zur Geschichte des Choralvorspiels, bei F. W. Gadow & Sohn, Hildburghausen 1923, S. 399–401 (PDF). Friedrich Hofmeister: Handbuch der musikalischen Literatur oder Verzeichniss der im deutschen Reiche und in den angrenzenden Ländern erschienenen Musikalien, auch musikalischen Schriften, Abbildungen und plastischen Darstellungen mit Anzeige der Verleger und Preise – In alphabetischer Ordnung mit systematisch geordneter Uebersicht, Achter Band oder Fünfter Ergänzungsband: Die von Anfang 1874 bis 1879 neu erschienenen und neu aufgelegten musikalischen Werke enthaltend, Leipzig 1881, S. 114 (Google Books).

Einzelnachweise

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