Johann Christoph von Zegelin (* 1725 in Rathenow; † 8. Februar 1809 in Berlin) war ein preußischer Offizier und Diplomat.

Karriere Zegelin war Offizier beim Freibataillon von Wunsch, war von Oktober 1760 bis August 1763 Kapitän und Vizekommandant von Berlin, wurde 1764 als Major und Gesandter nach Konstantinopel geschickt.

1775 kam es zu einem Scharmützel zwischen türkischen Milizionären und einer Gruppe französischer Franziskaner sowie dem Arzt des französischen Botschafters François Emmanuel Guignard. Eine Menge türkischer Menschen beteiligte sich an dem Kampf, und auf der anderen Seite Mitglieder des Gefolges mehrerer Gesandtschaften. Als letztere Zuflucht in den Botschaftsgebäuden suchten, folgten sie ihnen. Die Residenz von Zegelins litt am meisten. Sie wurde beschossen und die Fenster wurden eingeschlagen. Die Botschaften von Österreich und Frankreich erlitten etwas weniger Verluste. Die türkischen Behörden verurteilten dreißig türkische Angreifer zum Tode. Anfang April 1776 kehrte von Zegelin nach Berlin zurück und wurde von König Friedrich II. am 18. April 1776 zum Obristen der Infanterie ernannt.

Familie Zegelin war zweimal verheiratet. 1762 heiratete er Maria Magdalena Elisabeth von Brauchitsch, geb. von Oertzen (* 26. April 1736 in Helpte; † 26. April 1766 in Konstantinopel), Witwe des bei Kollin gefallenen Barons Mathias Friedrich von Brauchitsch (1712–1757). Sie hatten die Kinder Johann Heinrich (* 17. Januar 1763) und Caroline Friederike Charlotte (* 1765). Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er Elisabeth von Pisany.

Literatur Stanisław Edward Nahlik: Die Geburt der modernen Diplomatiei, Ossolineum Wrocław 1971, S. 206. Der Brief von Friedrich dem Großen an von Zegelin vom 5. Juni 1767

Einzelnachweise

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