mini|Die Kirche mit dem 18 m hohen CampanileCesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, n. 167, S. 103. Santa Sofia ist eine Kirche im Südosten des venezianischen Sestiere Cannaregio, die bis ins frühe 11. Jahrhundert, möglicherweise noch weiter zurückreicht. Das heutige Bauwerk entstand im Wesentlichen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Campo S. Sofia reicht vom Canal Grande bis zur Strada Nova, einer ab dem 19. Jahrhundert gebauten Straße, unmittelbar nördlich davon befindet sich die für den Platz namensgebende Kirche. Ihr Campanile steht fast an der Strada Nova, nur durch Wohnhäuser im unteren Teil verdeckt.

Geschichte Erbaut von der adligen Familie Gussoni und Giorgio Tribuno im Jahr 1020 zu Ehren der Divina Sapienza mit dem griechischen Wort für Weisheit. Der Campanile stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist wenig mehr als 18 m hoch. Nach unsicherer Überlieferung erscheint die Kirche bereits im Jahr 886.Gianjacopo Fontana: Illustrazione storico-critica della chiesa di S. Sofia che si riapre al culto divino, Giuseppe Molinari, Venedig 1836, S. 1, dieser bezieht sich auf Giambattista Gallicciolli, der einen Giorgio Trilimpolo als Gründer nennt.

1568 wurde die Kirche umgebaut, erneut 1698. Am 21. Februar 1760 kam es zu einem Brand. Nach Flaminio Corner hatte sie einen Pfarrer, drei Priester, einen Diakon und einen Subdiakon, die das Kapitel bildeten.Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 267.

1810 wurde die Kirche infolge der napoleonischen Politik geschlossen, da die Zahl der Gemeinden drastisch reduziert und die meisten Klöster aufgehoben werden sollten. 1836 der jüdischen Gemeinde von Giovan Battista Rebellini abgekauft, wurde das Bauwerk wieder für Gottesdienste geöffnet. Es wurde zur Filialkirche von San Felice. Mit dem Bau der Strada Nova wurde die Kirche erneut umgebaut.

Literatur Marcello Brusegan: Guida insolita ai misteri, ai segreti, alle leggende e alle curiosità delle chiese di Venezia, Newton & Compton, Rom 2004, S. 39 f. Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, n. 167, S. 103 f. Gianjacopo Fontana: Illustrazione storico-critica della chiesa di S. Sofia che si riapre al culto divino, Giuseppe Molinari, Venedig 1836 (erschienen zur Wiederaufnahme des Gottesdienstes im selben Jahr). (Google Books) Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 267. (Digitalisat) Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil I, Christian Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1787, S. 310–312, n. 70 („S. Softia, oder della Sapienza“). (Digitalisat)

Weblinks

Anmerkungen

Kategorie:Weltkulturerbe Venedig und seine Lagune Kategorie:Sophienkirche Sofia Kategorie:Kirchengebäude im Patriarchat von Venedig Kategorie:Erbaut im 11. Jahrhundert