Lütkendorf war eine wüste Feldmark bei Bliesendorf. Sie wurde teilweise zur Errichtung des Vorwerks Resau genutzt, das auf einem Teil der wüsten Feldmark angelegt wurde. Auf die Lage der Feldmark verwiesen die Flurnamen Das große Lütkendorfer Feld und Das kleine Lütkendorfer Feld, wie sie im Urmesstischblatt 1973 Werder von 1851 verzeichnet waren. Die Feldmark ging zum Teil in der Feldmark Bliesendorf auf und wurde zum Teil für die Anlage des Vorwerks Resau verwendet.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 248) Die Fläche befindet sich auf der Gemarkung der Stadt Werder (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geschichte Der Ort wurde 1375 als Litzkendorf, Litzkendorff und Litzkendorp erwähnt. 1752/1753 erschienen die Fluren als Litzkendorffsche Ackerhölzer und 1851 als Das große Lütkendorfer Feld. Die grundherrliche Zugehörigkeit lag beim Gut Bliesendorf beziehungsweise beim Gut Kammerode.

1375 bestanden in Lütkendorf 20 Hufen, von denen der Pfarrer drei Hufen und der Schulze vier Hufen innehatte. 1450 wurden 21 Hufen genannt, wobei der Schulze vier freie Hufen besaß. Der Ort befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Auflösung oder wurde kurz darauf wüst. Auf einem Teil der wüsten Feldmark wurde im 16. Jahrhundert zunächst eine Schäferei angelegt und später das Vorwerk Resau errichtet.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 248)

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1375 Kategorie:Geographie (Werder (Havel))