Der unglückliche Hirte ist ein Märchen der Bischarin (AaTh 1681 B: Mißverständnisse), die als Hirtennomaden am rechten Nilufer oberhalb Assuans, Ägypten, leben.Carl Meinhof (Hrsg.): Die Märchen der Weltliteratur – Afrikanische Märchen. Eugen Diederichs Verlag, München 1991, S. 300, 357.
Handlung Ein Sudanese hütet die Kamele seines Herrn, jedoch gibt ihm dieser kein Essen mit, sodass er stets hungrig ist. Einmal hat er eine Gazelle gefangen und ein Straußenei gefunden. Zusätzlich kocht er sich Brei und bäckt Brot, woraufhin er sich denkt, dass er das niemals alles aufessen könne. Daraufhin will er eine Kamelstute melken, wofür er den Milchtopf braucht, unter dem er die Gazelle gefangen hält, sodass diese wegläuft, als er ihn anhebt. Da nimmt er das Ei, um es nach dieser zu werfen, wodurch es zerbricht. In der Zwischenzeit hatte das Fohlen der Kamelstute deren Milch aufgesaugt und Brei und Brot waren verbrannt, sodass er weiter hungrig bleibt.
Hintergrund Das Märchen stammt von einem Bischari namens Karrar und wurde von Carl Meinhof vermutlich während seiner Sudanreise 1914 in Assuan aufgenommen. In dem Werk Die Märchen der Weltliteratur – Afrikanische Märchen (München 1991) trägt es den Titel Der unglückliche Hirte.
Literatur Carl Meinhof (Hrsg.): Die Märchen der Weltliteratur – Afrikanische Märchen. Eugen Diederichs Verlag, München 1991, S. 300, 357.
Einzelnachweise
Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Ägypten) Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Märchen Kategorie:Kultur (Sudan)