Die Familie Della Leonessa (im Volksmund auch De Lagonissa, Lagonissa, Lagonessa oder La Gonessa genannt) war eine italienische und französische Adelsfamilie gotischen Ursprungs. mini|160px|Wappen der Della Leonessa
Geschichte Die Familie Della Leonessa war eine Adelsfamilie des Königreichs Neapel, die zum Sedile di Capuana gehörte. Auch in Benevento und Capua wurde ihr Adelsstand anerkannt. Unter der Herrschaft der Anjou spielte sie eine zentrale Rolle in der Geschichte Süditaliens, und viele ihrer Mitglieder bekleideten hochrangige öffentliche Ämter. Zudem besaß sie das Recht, Münzen mit ihrem eigenen Familienwappen zu prägen. Nach der Schlacht bei Benevent im Jahr 1266 übertrug König Karl I. von Anjou Guglielmo Della Leonessa die Herrschaftsgebiete Airola und Montesarchio. Später erlangte die Familie auch San Martino Valle Caudina und zahlreiche weitere Lehen, sodass sie schließlich insgesamt über 1 Fürstentum, 2 Herzogtümer, 3 Grafschaften und 68 Baronien verfügte.
Der Zweig der Fürsten von Sepino und Herzöge von San Martino Valle Caudina erlosch 1816 mit Giuseppe Maria II. Seine Tante Carlotta (1746–1838) erbte seine Titel und Besitztümer. Sie heiratete Falco Ruffo, Fürst von Scilla. Dessen Sohn Raffaele (1780–1847) fügte seinem Nachnamen den seiner Mutter hinzu, da er als einzige Tochter und Erbin Maria Carolina Ruffo-Della Leonessa hatte. Diese heiratete 1834 Giovanni Pignatelli, Fürst von Monteroduni, der den Nachnamen Della Leonessa zu seinem eigenen hinzufügte und so den Zweig der Pignatelli-Della Leonessa begründete.
Wappen Das Wappen der Familie Della Leonessa war ein neunteiliges Schachbrettmuster in Rot und Silber, wobei die fünf roten Felder jeweils mit einer goldenen Lilie verziert und von einem Wappenmantel umgeben, über dem eine Fürstenkrone thronte – der höchste Adelstitel, den die Familie erlangt hatte. Die Lilien der Anjou wurden durch eine Verleihung des Königs des Königreichs Neapel, Karl I. von Anjou, an den Ritter Guglielmo Della Leonessa hinzugefügt. ref>.
Bedeutende Persönlichkeiten Riccardo, Ritter zur Regierungszeit des Königs Manfred im Königreich Sizilien; Filippo, Marschall des Königreichs Sizilien und Generalvicarius des Fürstentums Achaia; Carlo, Schatzmeister und Großseneschall des Königreichs Sizilien Guglielmo, Ritter, Marschall des Königreichs Neapel und Vizekönig in der Provence; Fabio, Erzbischof von Conza, Patriarch von Antiochia und von 1627 bis 1634 Apostolischer Nuntius in Flandern.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Giovan Battista di Crollalanza, Dizionario storico-blasonico delle famiglie nobili e notabili italiane estinte e fiorenti, S. 19 Berardo Candida Gonzaga, Memorie delle famiglie nobili delle province meridionali d'Italia
Biagio Aldimari, Memorie historiche di diverse famiglie nobili, così napoletane, come forastiere, S. 358–359 Francesco De Pietri, Dell’historia napoletana, S. 200 Scipione Mazzella, Descrittione del Regno di Napoli, S. 632 Alfredo Rossi, Ceppaloni. Storia e società di un paese del Regno di Napoli, S. 116
Kategorie:Italienisches Adelsgeschlecht