Die Geschichte von Assaka ist ein indisches Märchen und ein buddhistisches Jataka (207: Assaka-Jātaka).Johannes Mehlig (Hrsg.): Buddhistische Märchen, Drei Lilien Verlag, Wiesbaden 1982, S. 448–451. Aus dem Pāli übertragen und kommentiert von Johannes Mehlig.

Handlung Einst regierte im Land Kāsi in der Stadt Potali ein König, der Assaka hieß und der seine schöne Gemahlin Ubbarī sehr liebte. Als sie starb, stürzte der König in tiefe Trauer. Er war untröstlich, aß und trank nicht mehr und ließ den Leichnam Ubbarīs in einen Sarg unter sein Bett legen.

Damals war der Bodhisattva ein Asket und lebte im Himalaya. Er hatte die fünf Erkenntnisse und die acht Vollkommenheiten erlangt und sah das Leid des Assaka, woraufhin er in seine Nähe flog, um ihm zu helfen. Er ließ dem Assaka ausrichten, dass er ihn zu dem Ort der Wiedergeburt seiner Frau bringen könne, sodass dieser sofort zu ihm eilte. Sodann zeigte er dem König in dessen Park einen Mistwurm, der früher die Ubbarī gewesen war. Denn da diese sich nur ihrer eigenen Schönheit und der Trägheit hingegeben hatte, wurde sie als Wurm wiedergeboren. Dies wollte der König jedoch nicht glauben.

Da brachte der Bodhisattva den Mistwurm zum Reden und dieser bestätigte, dass er früher die Ubbarī war und den König Assaka geliebt hatte. Dies aber sei längst vergessen, und das Vergangene aus dem Sinn. Denn nun liebe sie ihren neuen Mann, mit dem sie glücklich in einen Mistklumpen lebe. Widerwillig vernahm der König diese Rede, tadelte sich dann aber ob seiner Eitelkeit, ließ den Leichnam aus dem Palast tragen, wusch sich und nahm sich eine neue Frau. Der Bodhisattva, der den König somit erfolgreich ermahnt und von seiner Trauer befreit hatte, kehrte daraufhin in den Himalaya zurück.

Hintergrund Das Märchen entspricht dem Jataka 207 (Assaka-Jātaka) und erhielt in Johannes Mehligs Buddhistische Märchen (Wiesbaden 1982) den deutschen Titel Die Geschichte von Assaka. In Else Lüders’ Die Märchen der Weltliteratur – Buddhistische Märchen aus dem alten Indien (Düsseldorf / Köln 1961) bekam das Märchen den Titel König Assaka und der Mistkäfer.Else Lüders (Ausw. und Übert.): Die Märchen der Weltliteratur – Buddhistische Märchen aus dem alten Indien. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1961, S. 298–301.

Literatur Johannes Mehlig (Hrsg.): Buddhistische Märchen, Drei Lilien Verlag, Wiesbaden 1982, S. 448–451. Aus dem Pali übertragen und kommentiert von Johannes Mehlig. Else Lüders (Ausw. und Übert.): Die Märchen der Weltliteratur – Buddhistische Märchen aus dem alten Indien. Diederichs, Düsseldorf / Köln 1961, S. 298–301.

Einzelnachweise

Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Indische Literatur Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Märchen Kategorie:Jātaka