Franz Ferdinand Ludwig Adolph von Ditfurth (* 21. September 1775 in Minden; † 12. Mai 1813 in Dankersen) war ein preußischer Kriegs-, Domänen-, Steuer- und Landrat.
Herkunft Franz Ferdinand von Ditfurth war Angehöriger des Uradelsgeschlechts Ditfurth. Er war ein Sohn von Georg Alexander Ludwig von Ditfurth (1742–1815), Leutnant im Regiment von Bülow, Kriegs- und Domänenrat in Halberstadt, Landrat der Grafschaft Schaumburg und Mitglied im Landtag der Landgrafschaft Hessen-Kassel, und dessen erster Ehefrau (⚭ 17. Mai 1770) Johanna Marie Helene (1742–1793), geb. von der Asseburg. S. 257 Sein jüngerer Bruder war der preußische General der Infanterie Wilhelm von Ditfurth (1780–1855).Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser 1901. Zweiter Jahrgang, S. 245.
Leben Franz Ferdinand von Ditfurth wurde anfänglich bis zum Alter von 16. Jahren privat im Elternhaus unterrichtet. Ab 1791 weilte er auf dem Pädagogium Halle. 1793 immatrikulierte er sich für zwei Semester an der Universität Halle, wo er sich u. a. juristische Kollegien anhörte. Nach Ende seiner Studien in Halle ließ er sich auf dem väterlichen Gut in der Landwirtschaft ausbilden. Von Mai 1795 bis September 1796 besuchte er die Universität Marburg, um sich in der Kameralistik weiterzubilden. Am 26. September 1797 nahm er seine erste Tätigkeit als Referendar bei der Kriegs- und Domänenkammer in Halberstadt an.
Am 11. Oktober 1799 beantragte er die Zulassung zum großen Examen. Dieses absolvierte er am 14. Februar 1801, wobei ihm gute Kenntnisse attestiert wurden. In den Jahren 1802 und 1803 vertrat er den Landrat Ludwig von Vincke, als dieser eine Reise nach Spanien unternahm, um dort Schafe zu erwerben. Am 18. Januar 1804 wurde er dann zu dessen Nachfolger als Landrat im Fürstentum Minden für die Ämter Hausberge, Petershagen und Schlüsselburg bestallt. Das Amt als Landrat übte er bis zum Jahr 1806 aus. Von 1810 bis zu seinem Tod im Jahr 1813 war von Ditfurth Domänendirektor des Departements der Weser in Minden.
Persönliches Franz Ferdinand von Ditfurth war seit dem 2. September 1808 in Minden mit Ferdinande (1788–1851), geb. Freiin von Blomberg, verheiratet. Das einzige Kind aus dieser Ehe war der Sohn Franz Alexander Friedrich Alosius (1810–1858), königlich preußischer Kreisgerichtsrat, vermählt seit dem 28. Dezember 1839 mit Ida Sophie Amalie Antoinette (1818–1868), geb. Doeleke.Jahrbuch des deutschen Adels. Band 1, Berlin 1896, S. 507
Literatur
S. 229; ISBN 978-3-8305-1842-6
Einzelnachweise
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