Lindberg ist eine Wüstung im Gebiet von Reetz. Der Flurnamenhinweis Lindberge verwies auf die einstige Dorfstelle; er erschien auf der Generalstabskarte 316 Belzig. Das verlassene Dorf lag im Einflussbereich der Feldmark von Reetz und ging vermutlich vollständig in dieser auf.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 228) Die Fläche befindet sich im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geschichte Lindberg wurde in den schriftlichen Überlieferungen erstmals 1487 als lintberge erwähnt. Spätere Namensformen lauteten 1525 lindtwerg und 1548 Lindtberg. Die Ortsgeschichte blieb eng mit der benachbarten Feldmark von Reetz verbunden. Das Dorf war spätestens 1487 bereits verlassen, denn zu dieser Zeit wurde es als „wüste Dorfstätte“ bezeichnet. Die Dorfstelle verfiel, während die Feldmark in die benachbarte Flur von Reetz integriert wurde. Bis zum 18. Jahrhundert blieb die Stelle unbesiedelt, und der Name überdauerte lediglich in Flurnamen und archivalischen Belegen.

Zwischen dem späten Mittelalter und dem 19. Jahrhundert wechselten die grundherrlichen Rechte über die Wüstung mehrmals. Von der Zeit vor 1487 bis 1755 lagen die Rechte bei der Familie Brandt von Lindau zu Wiesenburg. Anschließend folgten 1755 bis 1765 die von Watzdorf zu Mahlsdorf. Von 1765 bis 1846 lag die Herrschaft bei der Familie von Trotta genannt Treyden, ebenfalls zu Mahlsdorf. Zwischen 1846 und 1872 verwaltete schließlich die Familie von Goldacker zu Mahlsdorf den Besitz.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 228)

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1487 Kategorie:Wiesenburg/Mark