Bixonimania ist eine von der Forscherin Almira Osmanovic Thunström erfundene Krankheit. Das Lancieren der Scheinkrankheit über Wissenschaftsportale sollte zeigen, wie sich gefälschte Informationen über KI-Systeme ausbreiten und als Fakten ausgegeben werden. Dies gelang trotz offensichtlich unglaubwürdiger Inhalte.
Scheinkrankheit Beschreibung und Symptome Bixonimania soll eine Hautkrankheit sein, die angeblich durch Blaulichteinfluss am Computerbildschirm verursacht wird und die Augenlider befällt. Symptome seien dabei schmerzende Augen und eine Verdunkelung der Augenpartie („periorbitale Hyperpigmentierung“). Das verbreitete Almira Osmanovic Thunström, die an der Universität Göteborg zum Einsatz von digitalen Werkzeugen und KI im Gesundheitsbereich forscht. 2024 veröffentlichte sie zunächst einen Blogbeitrag zur Frage „How many people suffer from Bixonimania?“ (Wie viele Menschen leiden an Bixonimania?) Link nicht mehr abrufbarArchivierte Titel der gelöschten Beiträge zu Bixonimania , legte im April 2024 unter den Namen fiktiver Autoren auf einem Preprint-Server eine wissenschaftlich erscheinende Abhandlung vor und veröffentlichte im Mai einen weiteren Artikel.
Hinweise auf Unechtheit Um klarzustellen, dass es sich bei Bixonimania weder um eine echte Krankheit noch um echte wissenschaftliche Ergebnisse handelte, gibt es in den Artikeln zahlreiche Hinweise: Schon die Krankheitsbezeichnung mit der Endung -mania scheint eher auf eine psychische Störung hinzuweisen. Der angebliche Hauptautor Lazljiv Izgubljenovic ist genauso fiktiv wie die Asteria Horizon University in Nova City, Kalifornien. Erwähnte Sponsoren sind die „Ringgemeinschaft“ und die „Galaktische Triade“, außerdem gilt ein besonderer Dank einem Professor „der Starfleet Academy auf der USS Enterprise“.
Ergebnisse Sechs bis acht Wochen nach Veröffentlichung war die scheinbare Krankheit von Suchmaschinen indexiert und wurde dann von Chatbots zitiert. Diese beschrieben Bixonimania als „faszinierende, aber relativ seltene Erkrankung“ mit einer Prävalenz von 1:90.000, erklärten die „übermäßige Blaulichtbelastung“ als Ursache und nannten sowohl Schätzungen zur Verbreitung als auch Therapieempfehlungen. Über die unkritische Verbreitung der Scheinkrankheit durch KI, die Osmanovic Thunström zeigen wollte, ging die Veröffentlichung dreier indischer Forscher hinaus, die die angeblichen Ergebnisse in ihrer Arbeit zitierten. Nach einer öffentlichen Klarstellung durch das Fachmagazin Nature wurde dieser Beitrag zurückgezogen.
Einzelnachweise
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