mini|hochkant|Heba Y. Amin (2013) Heba Y. Amin (; * 1980 in Kairo, Ägypten) ist eine in Berlin lebende ägyptische Künstlerin und Professorin für digitale und zeitbasierte Kunst. In ihren medienübergreifenden Arbeiten, die Film, Fotografie, Installation und Performance umfassen, beschäftigt sie sich mit politischen Themen, Archivgeschichte sowie den Zusammenhängen von Technologie, Macht und kolonialen Narrativen.
Leben Amin wuchs in Kairo auf und absolvierte bis 2009 in den USA ein Masterstudium der Bildenden Künste (MFA) an der University of Minnesota in den Bereichen Neue Medien und Interaktives Design. Ab 2010 wohnhaft in Berlin setzte sie bis 2012 ihre Studien an der Hochschule für Technik und Wirtschaft fort. Ab 2005 nahm sie zusätzlich zu ihrer Ausbildung auch Lehraufträge in den Bereichen Kunst, Design und Computer Science wahr: an der University of Minnesota (bis 2008), der American University in Cairo (2009/10), der Berliner HTW (2010–2015). 2015 folgte eine Juniorprofessur an der American University in Cairo, 2018 war sie Gastdozentin an der Lüneburger Leuphana Universität, zwischen 2016 und 2020 Gastprofessorin am privaten Berliner Bard College. Seit 2021 ist sie Professorin für Digitale und Zeitbasierte Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Darüber hinaus ist sie gemeinsam mit Dawit L. Petros Mitbegründerin des Künstlerinnenkollektivs Black Athena Collective, Kuratorin für visuelle Kunst der Zeitschrift MIZNA und im Redaktionsbeirat des Journal of Digital War.
Werk Heba Y. Amin setzt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit politischen Fragestellungen sowie mit der Geschichte von Archiven auseinander. Dabei nutzt sie unterschiedliche Medien, darunter Film, Fotografie, Archivmaterialien und Installationskunst. In ihren forschungsorientierten Projekten verfolgt sie häufig einen spekulativen und ironisch-satirischen Zugang, um Machtstrukturen im Zusammenhang mit Technologie und deren Einfluss auf visuelle Repräsentationen zu untersuchen. Mit ihrer kritischen Arbeitsweise greift Amin auf subversive Strategien und weitere Methoden zurück, die sowohl etablierte historische Erzählungen in Frage stellen als auch alternative Zukunftsnarrative entwerfen. Darüber hinaus wurde ihre Arbeit international rezipiert und unter anderem in Medien wie The New York Times, The Guardian und der BBC besprochen.
Ausstellungen (Auswahl) Amins Arbeiten wurden international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter:
2025: Iterations on Witnessing, Hans-Molfenter Preis 2025, Kunstmuseum Stuttgart 2022: The Last Witness / Kunstpreis der Stadt Nordhorn, Städtische Galerie Nordhorn 2020/21: When I see the future, I close my eyes, The Mosaic Rooms, London 2020: Fruit from Saturn, Zentrum für verfolgte Künste, Solingen 2018: We don't need another hero, Berlin Biennale. 2018: Gruppenausstellung Walls of Silence, Plateforme Paris; von H. Amin die Videoinstallation My Love For You, Egypt, Increases By The Day
Auszeichnungen 2025: Hans-Molfenter-Preis / Kunstpreis der Stadt Stuttgart 2022: Kunstpreis der Stadt Nordhorn 2021: Fondazione Merz, „ad occhi chiusi“-Preis 2020: 4th International Anni and Heinrich Sussmann Award 2019: Field of Vision Fellowship, New York
Einzelnachweise
Kategorie:Computerkünstler Kategorie:Bildender Künstler (Berlin) Kategorie:Medienkünstler (Deutschland) Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) Kategorie:Ägyptischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Ägypter Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau