Hans Hugo Hielscher (* 26. Dezember 1936 in Schlesien; † 29. April 2026) war ein deutscher Journalist und langjähriger Afrika-Redakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel.
Leben Hans Hielscher wurde Ende Dezember 1936 in Schlesien geboren. Im Februar 1945 floh die Familie aus Schlesien und siedelte nach Ost-Berlin. Nach dem Abitur wurde er an der Journalistenschule in Leipzig aufgenommen. Eine Anstellung in der staatsnahen Presse der DDR trat er nicht an. 1958 floh er zusammen mit seiner Familie über die damals noch offene Berliner Demarkationslinie in die Bundesrepublik. Anschließend schrieb er sich an der Universität Münster im Studiengang Journalismus ein.
Karriere Nach dem Studium begann Hielscher seine journalistische Laufbahn bei der Deutschen Welle in Köln, wo er in der Afrika-Abteilung tätig war. 1970 wechselte er zum Spiegel in Hamburg, wo ihn der damalige Leiter des Auslandsressorts, Dieter Wild, als Afrika-Spezialisten verpflichtete. Über fast drei Jahrzehnte berichtete er für das Magazin aus mehr als 50 Ländern des Kontinents. Neben der Afrika-Berichterstattung war er zeitweise als Korrespondent in Washington und London tätig. Zu seinen journalistischen Arbeiten zählte auch ein Spiegel-Interview mit Muhammad Ali. 2002 schied er aus der Redaktion aus. Auch danach blieb er publizistisch aktiv und verfasste Musikkritiken, vorwiegend Jazz-Rezensionen, für den Kultur-Spiegel.
Trivia Hielscher spielte Bass und war in den 1970er Jahren Stammgast im Hamburger Jazzclub Onkel Pö in Eppendorf. Er war zudem Mitglied einer Jazzpreis-Jury. Eine weitere Leidenschaft galt dem Boxsport, über den er auch journalistisch berichtete.
Einzelnachweise
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