Ludwig Franziskus Maria Hubertus Hugo Reichsgraf von Spee (* 31. März 1870 in Luzern; † 1. September 1950 in Schmidtheim) war ein deutscher Diplomat.

Herkunft und Familie Ludwig von Spee entstammte dem gleichnamigen Adelsgeschlecht aus dem Rheinland, das seit dem Hochmittelalter belegt ist. Er wurde als Sohn des Grafen Rudolf von Spee (1822–1881) und dessen Gattin Fernanda Maria Sophie geb. Tutein (1832–1913) geboren. Der Admiral Maximilian von Spee (1861–1914) war sein älterer Bruder. Er war ein Enkel von Graf Franz Anton von Spee (1781–1839) und mütterlicherseits ein Urenkel des italienischen Opernsängers Giuseppe Siboni (1780–1839).Michael Lorenz: „Viele glaubten und glauben noch, absichtlich.“ – Der Tod der Ludovica Siboni. In: Schubert durch die Brille 23, Schneider, Tutzing 1999, S. 47–74. Die kurpfälzischen Minister Franz Wilhelm Caspar von Hillesheim (1663–1748) und Franz Karl Joseph Anton von Hompesch zu Bolheim (1735–1800), sowie der kurpfälzische Oberstjägermeister Ludwig Anton von Hacke (1682–1752) zählen ebenfalls zu seinen Vorfahren.Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung. Band 47, Berlin, 1836, S. 247 und 248; (Digitalscan zu Spee und von Hacke).

Ludwig von Spee heiratete 1914 Maria Freiin von Hartmann (1880–1951), eine Tochter des bayrischen Generalmajors Hermann von Hartmann (1838–1912). Sie war die Witwe des Marineoffiziers Joachim von Oriola (1858–1907).Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser. 1921. 71. Jg., Justus Perthes, Gotha 1920, S. 348. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.

Werdegang Ludwig von Spee studierte von 1889 bis 1892 Rechtswissenschaft. 1900 trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Er war ab 1907 Konsul in Quito, ab 1913 Konsul in Belgrad und ab 1915 Konsul in Konstantinopel. Von 1921 bis 1922 war er Gesandter in Athen und anschließend von 1922 bis 1923 Gesandter in Montevideo. Daraufhin war er von 1923 bis 1928 Gesandter in Santiago de Chile. Im Juli 1933 wurde er in den Ruhestand versetzt.Ludwig Graf von Spee, in: Kritische Online-Edition der Tagebücher von Michael Kardinal von Faulhaber (1911–1952). Verfügbar unter: https://faulhaber-edition.de/00780. Letzter Zugriff am 5. Mai 2026.

Einzelnachweise

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