Die Jin Hui ist ein 2009 gebauter Produkten- und Chemikalientanker, der zur Zeit angeblich unter syrischer Flagge fährt und zur russischen Schattenflotte gezählt wird. Die Europäische Union, das Vereinigte Königreich und die Ukraine haben gegen das Schiff Sanktionen ausgesprochen.

Geschichte Bau und Indienststellung, Nutzung Der Tanker wurde 2009 unter der Baunummer 2140 auf der südkoreanischen Werft Hyundai Mipo Dockyard in Ulsan als Teil einer Serie gebaut. Die Kiellegung fand am 18. März, der Stapellauf am 15. Mai 2009 statt. Die Fertigstellung des Tankers erfolgte am 11. August 2009., Transpetrol (englisch). Er wurde als Alpine Eternity unter der Flagge von Singapur in Dienst gestellt und wie auch fünf 2009 und 2010 gebaute Schwesterschiffe zunächst von ST Shipping & Transport in Singapur betrieben. Ab 2011 wurde der Tanker von Transpetrol betrieben. 2019 wurde er verkauft. Der in Celsius Roskilde umbenannte und unter die Flagge der Marshallinseln gebrachte Tanker wurde nun von Celsius Shipping betrieben., Celsius Shipping (englisch). Die Reederei trennte sich 2023 von dem Schiff. Der Tanker wurde daraufhin in Yi Bao umbenannt. Nach mindestens einem weiteren Verkauf wurde er 2024 in Jin Hui umbenannt.

Vorfall 2015 Am 14. Mai 2015 versuchten Kräfte der Islamischen Revolutionsgarde den Tanker in der Straße von Hormus mit Warnschüssen zum Halten zu bringen. Als der Kapitän des Tankers der Forderung, in iranische Gewässer zu fahren, nicht nachkam, beschossen sie das Schiff. Der Tanker entkam in die Gewässer der Vereinigten Arabischen Emirate, wo ihm die dortige Küstenwache zu Hilfe kam. Hintergrund des Zwischenfalls war die Kollision der Alpine Eternity mit einer iranischen Bohrinsel am 22. März 2015, bei der die Bohrinsel beschädigt wurde. Der Iran drohte mit der Beschlagnahme des Tankers, wenn der Vorfall nicht geklärt und der Schaden ersetzt würde.Dion Nissenbaum, Asa Fitch: , The Wall Street Journal, 14. Mai 2015 (englisch).

Vorfall 2026 Am 4. Mai 2026 wurde der angeblich unter syrischer Flagge fahrende Tanker durch die schwedische Küstenwache in Zusammenarbeit mit der schwedischen Polizei aufgebracht und vor der schwedischen Küste bei Trelleborg gestoppt. Der Kapitän wurde wegen Verdacht der Urkundenfälschung verhaftet. Gegen ihn wird auch wegen des Verdachts auf mangelnde Seetüchtigkeit des Tankers ermittelt.Wohl russische Schattenflotte: Schwedische Küstenwache nimmt Kapitän eines Öltankers fest, abgerufen am 5. Mai 2026Russische Schattenflotte: Schweden nimmt chinesischen Kapitän wegen Urkundenfälschung fest, abgerufen am 5. Mai 2026

Weblinks

, Transpetrol Maritime Services (PDF; 276 kB)

Einzelnachweise

Kategorie:Tanker Kategorie:Motorschiff Kategorie:Hyundai Heavy Industries Kategorie:Konflikt 2026 Kategorie:Politik 2026 Kategorie:Russisch-schwedische Beziehungen Kategorie:Ökonomische Kriegsführung