mini|Beginn der Eibenstocker Straße, Stadion Eibenstocker Straße 1 mini|Kreuzung Schlüterstraße 2026 Die Eibenstocker Straße ist eine Innerortsstraße in Dresden. Sie beginnt rechtwinklig am Hepkeplatz im Stadtbezirk Blasewitz und endet an der Hepkestraße. Der Verlauf fängt mit der Hausnummer 1 an und endet bereits bei der Hausnummer 30. Es folgt eine Unterbrechung durch den KGV Kleingartenverein Laubenheim e.V. Die Gebäude Nummer 30 bis 66 sowie 33 bis 71 entfallen somit. Nach dem Landgraben verläuft die Eibenstocker Straße gerade führend bis zur Hausnummer 88, biegt dort rechtwinklig ab und endet in der Hepkestraße.
Geschichte Nach der Eingemeindung von Gruna am 1. April 1901 nach Dresden wurden schon erste Bebauungspläne erarbeitet. Der Dresdner Rat beschloss allerdings erst am 28. Juni 1913 unter der Leitung von Oberbürgermeister Gustav Otto Beutler die Planstraße XIII in Eibenstocker Straße umzubenennen. Damit sollte die sächsische Gemeinde Eibenstock im Erzgebirge in Dresden gewürdigt werden. Die ersten Wohnungsbauvereine gründeten sich, scheiterten aber an der Finanzierung. Die Gemeinnützige Wohnungsbau-AG Gruna begann die ersten Wohngebäude gegenüber dem Sportplatz, heute SG Einheit Dresden-Mitte und dem Kleingartenverein Gruna zu errichten. Weitere Gebäude entstanden bis Kriegsausbruch 1914 bis zur Schlüter- und Junghansstraße. An der Kreuzung Junghansstraße/Eibenstocker Straße entstand von 1911 bis 14 die 31. Bezirksschule nach Plänen von Hans Erlwein, heute das Hans-Erlwein Gymnasium Dresden. Wenige Meter weiter endet die Eibenstocker Straße, denn das Areal zwischen Junghansstraße und Landgraben entstand um 1925 nach Paul Beck eine kleine Gartenstadt, des um 1901 gegründeten Kleingartenvereines Laubenheim e.V. Hinter dem Landgraben und vor der Lauensteiner Straße setzt die Eibenstocker Straße ihren Verlauf fort. An der Einmündung der Fürstenwalder Straße weiter bis zur Kreuzung Bärensteiner Straße. Ab Bärensteiner Straße nannte man ab dem Jahr 1933 die Straße An der Mimosa, nach der dortigen Fotopapierfabrik, die Firma Mimosa AG. Die Rheinische Emulsions-Papier-Fabrik, ab 1913 Mimosa AG, fotografische Papiere in Gruna, im Jahr 1948 enteignet, ab dem Jahr 1949 VEB Mimosa, Fertigung von Fotoapparaten, ab dem Jahr 1957 VEB Fotopapierwerk Dresden, im Jahr 1990 privatisiert und danach liquidiert. Die Eibenstocker Straße bog nach links ab weiter als Schellerauer Straße. Durch die Bombenangriffe 1945 wurden 40 % der Bebauung schwer bzw. mittelschwer und 40 % leicht zerstört. Die Instandsetzung der beschädigten Gebäude erfolgte in unregelmäßigen Abständen in den Jahren von 1949 bis 1965.
Im Jahr 2012 erfolgte die Umbenennung in Eibenstocker Straße und schließlich im Jahr 2017 die Verlängerung abbiegend bis zur Hepkestraße. Auf dem Areal der alten Fotopapierfabrik mit insgesamt 24.200 Quadratmeter an der Hepkestraße und Eibenstocker Straße entstand die großangelegte Pegasus Residenz in Striesen. Es entstanden in der Jahren von 2014 bis 17 Neubauten von 8 Mehrfamilienhäusern.Residenz|Abruf=2026-04-30
Besondere Bauwerke Die um 1928 errichtete Häuserzeile Eibenstocker Straße 4; 6; 8; 10; 12; 14 ist als Einzeldenkmal eingestuft worden, wie auch das Gebäude Eibenstocker Straße 2 (ID-Nr. 09306578). Die Beschreibung dieser viergeschossige Häuserzeile mit Ladenzone im Erdgeschoss, sachlich, funktional strukturierte Fassadengestaltung in Anlehnung an die Ideen des Bauhauses, vertikale Betonung der Treppenhäuser durch Fensterbänder, an den Stirnseiten Akzentuierung durch abgerundete Balkone im Stil der klassischen Moderne ist baugeschichtlich und stadtentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung.
Das um 1910 erbaute Wohngebäude Eibenstocker Straße 27, ein viergeschossiger, historisierender Putzbau mit Mansardenwalmdach, leicht von der Mitte versetzter Erker mit Putzornamenten, Fenster mit Natursteinfaschen, baugeschichtlich von Bedeutung gilt ebenfalls als Denkmal (ID-Nr. 0921841).8 Und das Schulgebäude Hans-Erlwein-Gymnasium an der Eibenstocker Straße 30, ein repräsentativer Bau über U-förmigem Grundriss, Fassaden mit Lisenengliederung, mächtiges Mansarddach, Akzentuierung durch konvexen Vorbau, galt bei Fertigstellung als schönstes Schulgebäude Dresdens, baugeschichtlich und künstlerisch bedeutend. Das Schulgebäude, nach Entwürfen von Hans Erlwein in der Zeit von 1911 bis 1914 erbaut, zunächst 31. Volksschule, 1935–1945 Hans-Schemm-Schule, später 5. Polytechnische Oberschule Kurt Schlosser und 31. POS Georgi Dimitroff, ab 1992 Gymnasium Dresden-Gruna, seit 2004 Hans-Erlwein-Gymnasium (ID-Nr.09217856). Ein weiteres Denkmal stellt der Komplex der Rheinische-Emulsions-Papier-Fabrik; MIMOSA; VEB Fotopapierwerk Dresden. (ID-Nr. 09302848) Eine Anlage über annähernd U-förmigem Grundriss, breitgelagerte Fassaden durch Lisenen gegliedert, akzentuierende Ornamente, im Hochparterre Blendrahmen mit kleinen Öffnungen, weitere Belebung durch Balkone, zeitweilig größte Fabrik Deutschlands für fotografische Papiere, beeindruckendes Zeugnis der Industriearchitektur aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Um 2010 zu wohnzwecke umgebaut.
Baumbestand der Eibenstocker Straße Es erfolgten umfangreiche Baumbepflanzungen entlang der Fußwege. Durch die Umgestaltung der Straße wurden neue Baumpflanzungen getätigt. Die besonderen Wuchsformen, Ausprägungen und Verwachsungen unterschiedlichster Bäume und Gehölzen prägen die Eibenstocker Straße.
Der Baumbestand besteht aus folgenden dendrologischen Gehölzen, dabei sind 80 % (98 Bäume) Ginkgobäume: Ginkgo biloba (Ginkgo) Ginkgo biloba -w- (Ginkgo – weiblich) Alnus x spaethii (Spaeths Erle) Aesculus hippocastanum (Gewöhnliche Rosskastanie) Betula pendula (Sand-Birke)
Literatur
Weblinks
Kulturdenkmale in Gruna sportplatz-eibenstocker-strasse historikerkommission/kartenwerk/bergungsorte
Einzelnachweise
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