Pēteris Reinholds Lauks (* in Riga; † 15. März 1984 in Kitchener) war ein lettischer Fußballspieler. Lauks nahm mit der Lettischen Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen 1924 in Paris teil. Mit dem RFK Riga wurde er dreimal lettischer Meister und zweimal Pokalsieger.

Karriere und Leben Pēteris Lauks wurde im Jahr 1902 in Riga in die Familie des Baumwollmanufakturarbeiters Jānis Lauks (1873–?) und seiner Ehefrau Kristīne (1879–?, geb. Stepe), die ebenfalls in der Manufaktur arbeitete geboren. Er hatte zwei Brüder; Kārlis (1899–?) und Alfrēds (1906–?). Während des Ersten Weltkriegs gelangte er als Flüchtling in das Gouvernement Ufa, wo er eine Landwirtschaftsschule besuchte. Im Jahr 1921 kehrte er nach Lettland zurück. In den Jahren der Unabhängigkeit Lettlands diente er ab Februar 1923 im Schweren Artillerieregiment und stieg bis zum Oberfeldwebel auf. Er war verheiratet mit Olga (1904–?) und hatte einen Sohn Uldis (1935–2022). Lauks wurde während des Zweiten Weltkriegs in die Lettische Legion eingezogen. Nach dem Krieg befand er sich in Flüchtlingslagern in Deutschland darunter Putlos und wanderte im Mai 1948 in das kanadische Pembroke aus. Später zog die Familie nach Kitchener. In Kanada arbeitete er bei der Eisenbahn und später im Unternehmen Ontario Hydro das auch am Bau eines Kraftwerks an den Niagarafällen beteiligt war.

Fußball Lauks begann 1916 mit dem Fußballspielen, als er sich als Flüchtling in der Nähe von Ufa befand. Nach seiner Rückkehr nach Lettland war er lange Zeit Spieler beim FK Amatieris. Danach spielte Lauks beim RFK Riga, mit dem er dreimal lettischer Meister (1934, 1935, 1940) und zweimal Pokalsieger (1937, 1939) wurde. Während der ersten sowjetischen Besatzung Lettlands spielte Lauks bei RDKA, während der deutschen Besatzung bei Pērkons und danach erneut bei RFK.

In der lettischen Nationalmannschaft kam Lauks am 21. August 1926 gegen Litauen zu seinem Debüt. Er gehörte zwei Jahre zuvor zum Kader für die Olympischen Spiele 1924 in Paris, kam jedoch nicht zum Einsatz. Lauks spielte im letzten Länderspiel Lettlands vor dem Verlust der Unabhängigkeit am 18. Juli 1940. Lauks nahm für Lettland 1935, 1936, 1937, 1938 und 1940 beim Baltic Cup teil, und gewann ihn dreimal. Lauks absolvierte zwischen 1926 und 1940 insgesamt 38 Spiele für Lettland. Nur Ēriks Pētersons (63), Jānis Lidmanis (55), Alberts Šeibelis (54), Voldemārs Bērziņš (40) und Arnolds Tauriņš (39) kamen auf mehr Länderspieleinsätze für die lettische Fußballnationalmannschaft vor dem Zweiten Weltkrieg.

Weblinks Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch)

Einzelnachweise

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