Giuseppina Aliverti (* 4. Dezember 1894 in Somma Lombardo; † 10. Juni 1982 in Neapel) war eine italienische Geophysikerin.

Leben und Wirken Aliverti studierte Physik an der Universität Turin. Das Studium schloss sie 1919 mit Bestnote ab und wurde anschließend Assistentin am Lehrstuhl für Experimentalphysik. Sie spezialisierte sich auf dem Gebiet der Geophysik und wurde 1931 außerordentliche Professorin für Geophysik und Meteorologie. 1937 wurde sie Direktorin des Geophysikalischen Observatoriums in Pavia. Gleichzeitig lehrte sie an der Universität Pavia. 1949 wechselte sie nach Neapel. Dort erhielt sie den Lehrstuhl für Meteorologie und Meereskunde am Istituto Universitario Navale, der späteren Universität Neapel Parthenope, wo sie ab 1960 bis zu ihrer Pensionierung Dekanin war.

Aliverti veröffentlichte wichtige Arbeiten zur physikalischen Ozeanographie, Glaziologie, atmosphärischen Elektrizität und zur natürlichen Radioaktivität. Ein von ihr und Giuseppe Lovera entwickeltes Verfahren zur Messung der Radioaktivität von Wasser, insbesondere zur Bestimmung des Radon-Gehalts, ist als Aliverti-Lovera-Methode bekannt.

1964 wurde sie zum korrespondierenden Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei gewählt. Sie war Mitglied der Accademia Pontaniana und korrespondierendes Mitglied des Istituto Lombardo Accademia di Scienze e Lettere.

Giuseppina Aliverti starb am 10. Juni 1982 in Neapel. Sie gilt als Symbol der Frauenemanzipation in den Wissenschaften in Italien.

Literatur

Weblinks

Biografie von Giuseppina Aliverti in enciclopediadelledonne.it (italienisch) Biografie von Giuseppina Aliverti bei Scienza a due voci (italienisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Geophysiker Kategorie:Hochschullehrer (Neapel) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Pavia) Kategorie:Mitglied der Accademia dei Lincei Kategorie:Mitglied der Accademia Pontaniana Kategorie:Absolvent der Universität Turin Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1982 Kategorie:Frau