mini|Tod der Dido. Version in der Staatsgalerie Stuttgart

Tod der Dido (Originaltitel: The Death of Dido) ist ein Kupferstich aus dem Jahr 1776 von Robert Strange.

Beschreibung Das Werk entstand als Reproduktionsstich nach Vorlage des im Palazzo Spada befindlichen Gemälde dieses Titels von Guercino. Strange hatte bereits 1761 eine Zeichnung des Gemäldes angefertigt. Das Gemälde war 1630/31 im Auftrag von Kardinal Bernardino Spada gefertigt worden, der von 1623 bis 1627 päpstlicher Nuntius in Frankreich und von 1627 bis 1631 päpstlicher Legat in Bologna war. Gegenüber der Zeichnung stellt der Stich die Szene seitenverkehrt dar.

Das Conversations-Lexicon für Bildende Kunst (1846) bezeichnet Robert Stranges Kupferstich als Kapitalblatt (herausragende Antiquität). Die Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste (1778) urteilte:

In der Sammlung Schloss Fachsenfeld, die in der Staatsgalerie verwahrt wird, hat sich eine Rötelstudie zur Figur links neben der Säule im Hintergrund erhalten (Inventarnummer SF III/36), die in der Staatsgalerie Stuttgart aufbewahrt wird.

Von Stranges Kupferstich sind mehrere Exemplare bekannt. Zwei Ausführungen liegen in der Staatsgalerie Stuttgart vor. Ein früheres Exemplar (Inventarnummer A 2011/7752 [KK]) enthält die Bildunterschrift in handschriftlicher Form, und ein späteres ist mit gedruckter Bildunterschrift (Inventarnummer A 2011/7751 [KK]) versehen.Tod der Dido, staatsgalerie.de Weitere Exemplare liegen in der Scottish National Gallery in Edinburgh vor (Inventarnummer P 293), in der Albertina in Wien (Inventarnummern E/I/15/34 und E/I/15/33)https://sammlungenonline.albertina.at/objects/605920/the-death-of-dido und https://sammlungenonline.albertina.at/objects/605921/the-death-of-dido sowie im Harvard Art Museum in Cambridge, Massachusetts (Inventarnummer G3746). Hier wird der Stich unter dem Titel Dido Stabbing Herself on the Funeral Pile geführt.

Das Werkverzeichnis für Robert Strange von Charles Le Blanc (Catalogue de l’Oeuvre de Robert Strange) führt den Kupferstich unter der Nummer 20. Historisch bezeugt ist der Besitz des Kupferstiches in der Sammlung von Johann Gottlob von Quandt durch den Auktionskatalog nach dessen Tod unter der laufenden Nummer 2372. Unter Nummer 1903 findet sich der Stich 1894 im Versteigerungskatalog der XXXXVI. Kupferstich-Auction von Amsler & Ruthardt mit dem Werktitel Dido gibt sich den Tod auf dem Scheiterhaufen. Der Katalog macht zur Provenienz keine exakte Angabe, sondern teilt nur mit, dass es Werke waren aus dem Besitz des Herrn Dr. Smidt aus Konstanz und aus dem Nachlass des Herrn Ludwig Heinrich Storck bzw. um Dubletten der Königlichen Museen zu Berlin handelte, die zur Versteigerung kamen.

In Die Malerei vom 13. bis zur Mitte de 19. Jahrhunderts in Nachbildungen ihrer bezeichnendsten Denkmäler, erläutert und dem städtischen Museum zu Leipzig gewidmet von Dr. Carl Lampe senr. ist unter der Laufnummer 513 ein Exemplar des Stiches von Strange verzeichnet.

Als brillianter Abdruck beurteilt wurde das unter der Katalognummer 1592 im Jahr 1873 in Stuttgart versteigerte Exemplar, das sich in der Sammlung von in der Sammlung von Jacopo Durazzi befand.

Der Kupferstich hat die Maße 48,0 cm × 58,2 cm.Death of Dido, nationalgalleries.org

Literatur Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstlerlexikon. Band 20. Schwarzenberg und Schumann, Leipzig 1852. S. 8. 3. Auflage. Listenpunkt 42 (Online)

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Einzelnachweise

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