Zakiah Hanum Abdul Hamid (; * 15. September 1937 in Alor Setar, Kedah; † 2. August 2019 in Kuala Lumpur) war eine malaysische Archivarin, Historikerin, Kulturvermittlerin und Verwaltungsbeamtin. Sie war Generaldirektorin des Nationalarchivs von Malaysia und wurde 1989 mit dem Ramon-Magsaysay-Preis ausgezeichnet.

Leben Zakiah Hanum Abdul Hamid wurde am 1937 als fünftes von neun Kindern von Haji Abdul Hamid bin Hassan und Hajah Cik Yah binti Ismail geboren. Sie besuchte ab 1946 die Sekolah Melayu Derga, danach die spätere Sekolah Menengah Sultanah Asma, bestand 1955 das Senior-Cambridge-Examen und trat 1957 in die Universität Malaya ein. Nach Studienphasen in Singapur und Kuala Lumpur schloss sie 1961 an der Universität Malaya ab und trat am 4. August 1961 als Assistenzarchivarin in das Amt für öffentliche Aufzeichnungen ein, das 1963 in Nationalarchiv von Malaysia umbenannt wurde. Nach einem einjährigen Archivkurs in Neu-Delhi kehrte sie 1962 mit einem Diplom in Archivwesen zurück; 1965 wurde sie zur stellvertretenden Direktorin und 1970 zur stellvertretenden Generaldirektorin befördert. 1977 übernahm sie kommissarisch die Leitung, 1980 wurde sie als Generaldirektorin bestätigt, und nach ihrer regulären Pensionierung am 15. September 1992 blieb sie auf Vertragsbasis bis 1995 an der Spitze des Nationalarchivs. Zakiah Hanum war mit Mohamed Nor Ismail verheiratet, hatte drei Kinder und starb am 2019 an einer Lungenentzündung; sie wurde auf dem Muslimischen Friedhof Bukit Kiara beigesetzt.

Wirken Unter ihrer Leitung entwickelte sich das malaysische Nationalarchiv zu einer landesweiten Institution mit zentralem Bestand in Kuala Lumpur, regionalen Zweigstellen und Sammlungen aus Regierungsakten, Privatpapieren, Karten, Zeitungen, Tonaufnahmen, Fotografien und Filmen. Sie professionalisierte das Archivwesen Malaysias, führte moderne Verfahren der Verwaltung ein und machte Malaysia zu einem Ausbildungsort für angehende Archivare aus Südostasien und dem Pazifik. Zu den Projekten im Bereich der öffentlichen Geschichte gehörten der Ausbau von Sammlungen mündlicher Überlieferungen, Vortragsreihen, Sonderausstellungen und dauerhafte Andenken für zentrale Ereignisse und Personen der malaysischen Geschichte. Sie rief 1980 eine tägliche Fernsehsendung zur Geschichte ins Leben und später ein nationales Geschichtsquiz. Sie trug zur Einrichtung der Tunku-Abdul-Rahman-Gedenkstätte, der Tun-Razak-Gedenkstätte, der Pengisytiharan-Kemerdekaan-Gedenkstätte, der P.-Ramlee-Gedenkbibliothek und weiterer musealer Erinnerungsorte bei. Außerhalb des Archivs war sie als Autorin von Kurzgeschichten, Fernsehdrehbüchern, Theaterstücken und Büchern zu malaiischer Kultur und Tradition tätig; zu den Buchtiteln zählen Sembang Mak Alang, Asal-usul negeri negeri di Malaysia und Kuih-muih Utara. Seit 1972 stand sie der Aktionsgesellschaft muslimischer Frauen Pertiwi vor, die Kindergärten, Stipendien und weitere Hilfen für bedürftige Kinder bereitstellte.

Einzelnachweise

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