Die Fauconneau-Klasse war eine Klasse von zwei Torpedobootszerstörern der französischen Marine, die von 1900 bis 1921 in Dienst stand.
Geschichte Die beiden Einheiten der späteren Fauconneau-Klasse wurden 1897 bestellt und stellen eine leichte Modifikationen des Entwurfs der vorhergehenden Durandal-Klasse dar. Aus diesen Grund werden sie teilweise zu dieser Klasse gezählt. Sie wurden zwischen April 1897 und Juni 1900 auf der Werft von Augustin Normand in Le Havre gebaut.
Einheiten # Name Bestellung Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib M’2 Fauconneau 14. April 1897 29. April 1897 2. April 1900 Juli 1900 Ab Juli 1903 war sie in Brest stationiert, wo in den Jahren 1911 und 1912 auch ihre Kessel ausgetauscht wurden. Im November 1912 wurde sie Divisionschiff der 1. Unterseeboots-Escadrille in Cherbourg. Nach dem Kriegsausbruch verlegte sie im September 1914 nach Portsmouth, um zur Vereinheitlichung der Alliierten Abwehr im Kanal beizutragen, wo sie bis zum Juni 1915 verblieb. Dann verlegte sie ins Mittelmeer. Der erste Einsatz erfolgte vor der syrischen Küste. 1916 wurde sie dann nach Brindisi verlegt. Im Juni begleitete sie die U-Boote Cugnot, Archimède, Papin und Gay-Lussac nach Argostoli, danach nahm sie den Dienst bei der 10. Zerstörer-Escadre in Saloniki auf und stieß auch von dort bis zur syrischen Küste vor. Nach dem Kriegsschluss verlegte die Fauconneau nach Rochefort. Am 15. Januar 1921 wurde sie gestrichen und am 1. Juni zum Abbruch nach Rochefort verkauft. M’3 Espingole 14. April 1897 29. April 1897 28. Juni 1900 September 1900 Das Boot lief am 4. Februar 1903 auf der Reede von Hyères auf einen Felsen in der Nähe von Cape Lardier auf. Die Besatzung wurde von Zerstörer Hallebarde aufgenommen. Zwei Wochen lang versuchte man erfolglos, das Boot wieder freizubekommen. Am 16. September 1903 wurde es schließlich aufgegeben und gestrichen.
Technische Beschreibung Rumpf und Antrieb Der Rumpf der beiden Boote der Fauconneau-Klasse war über alles 57,64 Meter lang, 6,3 Meter breit und hatte bei einer Einsatzverdrängung von 344 Tonnen einen Tiefgang von 3,0 Metern. Der Antrieb erfolgte durch drei kohlebefeuerte Dampferzeuger und zwei Dampfmaschinen, mit denen eine Gesamtleistung von 5.200 PS (3.825 kW) erreicht wurde. Diese gaben ihre Leistung an zwei Wellen mit je einer Schraube ab. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 26 Knoten (48 km/h). Es wurden normalerweise 37,6 Tonnen Kohle gebunkert.
Bewaffnung mini|Ansicht der Aufstellung der Bewaffnung anhand eines Modells Die Bewaffnung bestand aus einem 6,5-cm-L/50-Geschütz auf einer Plattform auf der Back und sechs 4,7-cm-L/40-Geschützen, je drei auf jeder Rumpfseite. Des Weiteren gab es zwei einzelne 38,1-cm-Torpedorohre auf Drehkränzen zwischen den Schornsteinen bzw. hinter dem hinteren Schornstein.
Besatzung Die Besatzung hatte eine Stärke von 56 Mann (4 Offiziere und 52 Unteroffizieren bzw. Mannschaften).
Literatur
Einzelnachweise Stephen S Roberts: French Warships in the Age of Steam 1859–1914., S. 375.
Kategorie:Militärschiffsklasse (Frankreich) Kategorie:Zerstörerklasse