mini|Franz Kullrich, 1898 Franz Kullrich (geb. 23. Januar 1864 in Berlin; gest. 14. März 1917 ebenda)Franz Kullrich. In: Deutsche Fotothek, SLUB Dresden, online war ein deutscher Fotograf. Er betrieb ab 1888 ein Fotoatelier in Berlin in der Königgrätzer Straße 109.Datenbank Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts, Ateliers, Buchstabe K, Kullrich, F., Atelier-Nr.: 918, online Bekannt geworden sind vor allem seine Architektur-Fotografien in Berlin.

Lebensweg mini|Franz Kullrich Stempel mini|Franz Kullrich, Berlin, Photograph: Eingetragene Marke »F. K. Phot.«, Juli 1903

Johann Friedrich Franz Kullrich wurde am 23. Januar 1864 in Berlin geboren, als Sohn des Berliner Lederwaren-Fabrikanten Franz Friedrich Kullrich, der ab 1864 auch „Photographie-Albums“ herstellte. Im Garten seines elterlichen Hauses, Königgrätzer Straße 109, betrieb Franz Kullrich ab Herbst 1888 bis zu seinem frühen Tod 1917 sein „Photographisches Atelier für Architektur“.

Am 26. April 1891 heiratete Franz Kullrich in Groß-Lichterfelde Martha Agnes Bertha Wally Kliemeck, eine Tochter des dortigen Fotografen (Carl Christian) Berthold (Maximilian) Kliemeck.

Kullrich ist vor allem durch seine Architekturfotografien und Innenansichten bekannt geworden, etwa vom Amtsgericht Wedding und der Villa Parey. Architektur- und Innenraum-Fotografien von Franz Kullrich waren bei der Berliner Gewerbeausstellung 1896 ausgestellt.Gerhard Stein, Die Photographie in der Ausstellung. In: Berliner Gewerbeausstellung 1896, Officielle Ausstellungs-Nachrichten Nr. 88, 14. Juli 1896, S. 8/9, Digitalisat: „Sehr schön sind einzelne Architekturen- und Innenraum-Aufnahmen, wie die vorzüglich gelungenen Arbeiten von F. Albert Schwartz, die sehr schönen Interieurs und Architekturen von Franz Kullrich und die ungemein fein ausgearbeiteten Interieurs von Hermann Rückwardt.“Paul Lindberg, „Pracht-Album photographischer Aufnahmen der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 und der Sehenswürdigkeiten Berlins und des Treptower Parks“ …, Berlin, Werner, 1896, Digitalisat: „Ein kleiner Theil unserer Aufnahmen rührt von ihm [Max Ziesler] her, während wir die meisten derselben Franz Kullrich verdanken. Welch’ vorzüglicher Architektur- und Landschafts-Photograph der Letztere ist, wird der Leser selbst bemerken; er ist ebenfalls Aussteller mit künstlerischen Architekturen u. s. w.“

Franz Kullrich war Mitglied im Photographischen Verein zu Berlin.Photographischer Verein zu Berlin. Mitglieder-Verzeichniss. […] Berliner Mitglieder. In: Photographische Nachrichten, 1. Jahrgang 1889, Nr. 4, S. 41 ff., S. 42, Digitalisat: „Kullrich, Franz, Photograph, W., Königgrätzerstrasse 109.“ 1898 nahm er an der Vertrauensmänner-Versammlung des Rechtsschutzverbandes Deutscher Photographen in Berlin teil.

1902 oder 1903 arbeitete der Fotograf Arthur Benda (1885–1969) im Atelier F. Kullrich.

Fotos von F. Kullrich wurden unter anderem in der illustrierten Zeitschrift Berliner Leben veröffentlicht.Miriam Paeslack, Fotografie Berlin 1871–1914. Eine Untersuchung zum Darstellungswandel, den Medieneigenschaften, den Akteuren und Rezipienten von Stadtfotografie im Prozeß der Großstadtbildung. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultäten der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg i.Br., vorgelegt von Miriam Paeslack aus Heidelberg, 27. Juni 2002, S. 64, Digitalisat: „Nicht alle Fotografen wurden namentlich genannt, doch arbeiteten nachweislich Hugo Rudolphy, Waldemar Titzenthaler, Max Missmann, Conrad Hünrich, F. Kullrich, Ed. Scherner, Franz Kühn, Georg Busse, Max Ziesler, Hermann Boll, Ottomar Anschütz, die Gebrüder Haeckel und das Fotoatelier Zander & Labisch für die Zeitschrift.“

Im Dezember 1900 erhielt Franz Kullrich die Staats-Medaille mit der Inschrift „Für gewerbliche Leistungen“ in Silber.Berliner Börsen-Zeitung, Morgen-Ausgabe, Fr., 21. Dezember 1900, S. 2, Digitalisat: „[…] dem Photographen Franz Kullrich in Berlin ist die Staats-Medaille mit der Inschrift „Für gewerbliche Leistungen“ in Silber […] verliehen worden.“ Ähnlich: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger, 20. Dezember 1900, S. 1, Digitalisat

Franz Kullrich starb am 14. März 1917 in Berlin im Alter von 53 Jahren.

Sein Sohn J. F. Kullrich übernahm das Atelier (ab 1920 im Berliner Adressbuch)Berliner Adreßbuch, Ausgabe 1920, Photographische Ateliers, S. 367, Digitalisat: „Kullrich, J. F., SW 11, Königgrätzer Str. 109, T.“ als „Photographische Werkstatt“. Der nachfolgende Inhaber war um 1925 Felix Schrader.

Galerie Amtsgericht Berlin-Wedding, Brunnenplatz 1

Architekten: Paul Thoemer & Rudolf Mönnich, Projektzeit: 1901–1906

Weblinks

Franz Kullrich In: MAK Sammlung online (Museum für Angewandte Kunst), Wien, Österreich, online Franz Kullrich In: Stadtmuseum Berlin, Sammlung Online, online

Einzelnachweise

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